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Berufsgenossenschaften
für Vermieter von Monteurzimmern und Ferienwohnungen


Berufsgenossenschaft für Vermieter von Monteurzimmern und Ferienwohnungen

Im Zuge der Existenzgründung als Vermieter von Monteurzimmern und Ferienwohnungen kommen zahlreiche unterschiedliche Kosten auf Sie zu. Unter gewissen Umständen ist für die Durchführung dieser Tätigkeit ebenfalls eine Gewerbeanmeldung oder eine Gaststättenerlaubnis erforderlich. Bis vor einigen Jahren waren Ihre zusätzlichen Kosten auf diese Posten beschränkt. Seit dem 01.01.2004 besteht jedoch für jeden deutschen Unternehmer die allgemeingültige Pflicht zur Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft. Seither muss jeder Unternehmer eines Betriebes zwangsweise in einer der zahlreichen gesetzlichen Unfallversicherungen versichert sein. Aus diesem Grund wird unter bestimmten Umständen ebenfalls die Zahlung der Beiträge für eine der Berufsgenossenschaften für Sie erforderlich.

Was sind Berufsgenossenschaften?

Als gewerbliche Berufsgenossenschaft bezeichnet man in Deutschland die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Diese Institutionen sind für die Versicherung der deutschen Unternehmer sowie deren Beschäftigte in Deutschland verantwortlich. Unabhängig von den gesetzlichen Berufsgenossenschaften arbeitet dabei die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft. Im Gegensatz zu den meisten anderen Berufsgenossenschaften gehört diese der unabhängigen Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) an.

Für Vermieter von Monteurzimmern und Ferienimmobilien ist in Deutschland jedoch die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten oder die Verwaltungsberufsgenossenschaft für Ferienwohnungsvermieter verantwortlich.

Bei diesen Berufsgenossenschaften handelt es sich um Sozialversicherungsträger. Diese Institutionen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, die in Selbstverwaltung organisiert werden. Sie finanzieren sich ausschließlich aus den Beiträgen ihrer Pflichtmitglieder und erhalten in der Regel keinerlei steuerliche Zuschüsse. Die einzige Ausnahme bildet hierbei die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft. In Deutschland sind seit der allgemeinen Verpflichtung von Unternehmen zur Mitgliedschaft in einer der gesetzlichen Berufsgenossenschaften ca. 3,2 Millionen Mitglieder registriert.

Welche Aufgaben übernimmt eine Berufsgenossenschaft?

Nach dem SGB haben Berufsgenossenschaften in Deutschland hauptsächlich die Aufgabe, Wege- und Arbeitsunfälle sowie Berufskrankheiten mit sämtlichen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern. Darüber hinaus sind diese Institutionen ebenfalls mit der Vorbeugung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren betraut. Dieser Präventionsauftrag wird vorrangig durch die Beratung hilfesuchender Unternehmen zu Fragen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes erfüllt.

 

Neben der Beratung von Unternehmen sind diese Einrichtungen ebenfalls für die Ausarbeitung sowie Erlassung von Unfallverhütungsvorschriften sowie anderen Regelungen verantwortlich. Hierbei handelt es sich um die sogenannten Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften, die für sämtliche Versicherten der Berufsgenossenschaft nach einem Erlass gültig werden. Dabei ist die Berufsgenossenschaft dazu berechtigt, ihre Versicherten hinsichtlich der Einhaltung dieser Vorschriften zu überwachen. Die Überwachung eines Unternehmens wird durch sogenannte Aufsichtspersonen realisiert. Diese Beschäftigten der Berufsgenossenschaften wurden vor einigen Jahren noch als technische Aufsichtsbeamte bezeichnet. Diese Personen sind vom Gesetzgeber mit hoheitlichen Befugnissen ausgestattet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die von diesen Personen angeordneten Maßnahmen zwingend durchgeführt werden müssen. Weigert sich ein Unternehmer, den Anweisungen einer Aufsichtsperson nachzukommen, so können diese Maßnahmen auch mit Zwangsmitteln durchgesetzt werden. In der Regel handelt es sich dabei um die Stilllegung einer sicherheitswidrig betriebenen Maschine oder die Absperrung eines einsturzgefährdeten Arbeitsplatzes.

Darüber hinaus sind die Berufsgenossenschaften ebenfalls für die Schulung von Personen verantwortlich, die in Unternehmen für eine umfassende Arbeitssicherheit sorgen müssen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Führungskräfte, Sicherheitsbeauftragte sowie Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Für diesen Zweck werden im gesamten Bundesgebiet zahlreiche Schulungseinrichtungen von den Berufsgenossenschaften betrieben.

Welche Leistungen bietet eine Berufsgenossenschaft einem Vermieter von Monteurzimmern?

Neben diesen zahlreichen zentralen Aufgaben sind die Berufsgenossenschaften ebenfalls für die Betreuung ihrer Versicherten im Schadensfall verantwortlich. Nachdem sich ein Arbeitsunfall ereignet hat, müssen sowohl medizinische als auch berufsfördernde Maßnahmen eingeleitet werden. Hierbei handelt es sich um Maßnahmen zur Rehabilitation sowie die Zahlung von Lohnersatz- und Entschädigungsleistungen. Unter anderem zahlt die Berufsgenossenschaft dem Versicherten dabei Verletztengeld, eine Verletztenrente und im Todesfall den Hinterbliebenen eine Hinterbliebenenrente.

Berufsgenossenschaft Leistungen

Medizinische Behandlungen werden hierbei nicht als Geldleistungen übernommen, sondern als Sachleistungen. Das bedeutet, dass der behandelnde Arzt seine Rechnung direkt an die zuständige Berufsgenossenschaft schickt. Auf diese Weise müssen Sie Ihre Arztkosten nicht vorstrecken, sondern erhalten stets eine kostenfreie Behandlung. Für die gewährten Leistungen ist jedoch ein fester Wert vorgesehen. Aus diesem Grund sollten Sie vor jeder Behandlung beim Arzt nachfragen, ob es sich um eine allgemeine Heilbehandlung oder eine besondere Heilbehandlung handelt. Die Berufsgenossenschaften übernehmen in der Regel lediglich die Kosten für eine allgemeine Heilbehandlung.

Sollte es trotz Betreuung durch die Berufsgenossenschaft zu einer dauerhaften Minderung der Erwerbsfähigkeit kommen, so werden unter gewissen Umständen eine dauerhafte Rente oder andere Geldleistungen an Sie ausbezahlt. Dies ist immer dann der Fall, wenn eine Minderung der Erwerbsfähigkeit in einer rentenberechtigten Höhe eintritt. Aktuell umfasst diese mindestens 20 Prozent. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass es bei einer Häufung der Einschränkungen zu einem sogenannten Stütztatbestand kommt. Das bedeutet, dass sich die Einschränkungen gegenseitig stützen und nur gemeinsam auszahlungsfähig sind. Kommt es zu zwei Versicherungsfällen mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um jeweils zehn Prozent, so werden zwei Rentenzahlungen mit einem Gegenstandswert von insgesamt 20 Prozent ausbezahlt. Fällt aufgrund von Besserung eine der beiden Einschränkungen weg, so verfällt nicht nur eine der beiden Rentenzahlungen, sondern beide gemeinsam.

Steuerrechtlich werden die Leistungen der Berufsgenossenschaft hierbei nicht berücksichtigt. Sämtliche Rentenleistungen, die Sie von der Berufsgenossenschaft erhalten, werden steuerrechtlich nicht als Einkommen angerechnet. Die einzige Ausnahme bildet die gesetzliche Rentenversicherung. Diese berücksichtigt als einzige die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherungen und passt die Leistungen der Höhe Ihrer Rentenzahlungen an. Auf diese Weise bleibt die Höhe der Rentenzahlungen mit Eintritt ins Rentenalter stets gleich. Die Leistungen für Hinterbliebene berechnen sich dabei jedoch nicht nach der Höhe der Minderung der Erwerbsfähigkeit, sondern sind von festen Prozentsätzen abhängig. Aktuell werden diese Leistungen nur dann steuerrechtlich berücksichtigt, wenn diese einen bestimmten Freibetrag übersteigen. In diesem Fall werden die Rentenzahlungen jedoch nicht vollständig angerechnet, sondern nur zu einem bestimmten Prozentsatz unterschiedlichen Einkommensarten zugeordnet.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)

Unter gewissen Umständen werden Vermieter von Monteurzimmern und Ferienwohnungen zur Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe verpflichtet. Hierbei werden aktuell lediglich Privatvermieter zur Mitgliedschaft in dieser Berufsgenossenschaft verpflichtet. Der Grund für diese Zwangsmitgliedschaft besteht darin, dass seit dem 01.01.2004 ausnahmslos jeder Unternehmer eines Betriebs zur Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft gesetzlich verpflichtet wurde. Dabei ist unerheblich, ob Sie in Ihrem Unternehmen Angestellte beschäftigen oder nicht. Hierbei handelt es sich um eine der ersten Anmeldungen, die Sie als junger Unternehmer vornehmen müssen. Während zahlreiche Bescheinigungen wie unter anderem der Gewerbeschein erst mit Aufnahme der gewerblichen Tätigkeit angemeldet werden müssen, muss die Anmeldung in der Berufsgenossenschaft deutlich eher getätigt werden.

Seit dem 1.1.2004 ist jeder Unternehmer zur Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft verpflichtet.

Jeder Unternehmer ist gesetzlich dazu verpflichtet, sein Unternehmen spätestens eine Woche nach Aufnahme seiner vorbereitenden Tätigkeiten in einer der Berufsgenossenschaften anzumelden. Hierbei müssen der Berufsgenossenschaft nicht nur sämtliche im Unternehmen beschäftigten Familienmitglieder, sondern ebenfalls alle ohne Arbeitsentgelt beschäftigten Personen genannt werden.

Diese Berufsgenossenschaft entstand im Jahr 2011 durch einen Zusammenschluss der beiden Berufsgenossenschaften für Nahrungsmittel und Gaststätten sowie Fleischerei. Ihren Hauptsitz hat diese Institution in Mannheim. Aufgrund des Zusammenschlusses mit der Berufsgenossenschaft für Fleischerei betreibt diese Einrichtung einen weiteren Standort in Mainz. Dieser Standort ist jedoch lediglich für die Verwaltung der Versicherten aus der Branche Fleischwirtschaft zuständig.

Wer wird alles durch diese Berufsgenossenschaft versichert?

Neben Vermietern von Monteurzimmern werden zahlreiche weitere Personengruppen von dieser Berufsgenossenschaft versichert. Ebenso wie die zahlreichen anderen Berufsgenossenschaften versichert auch diese Institution hauptsächlich Beschäftigte. Hierbei handelt es sich um Arbeiter, Angestellte, Auszubildende sowie Aushilfen, die einer Beschäftigung bei einem Arbeitgeber nachgehen, der ebenfalls von dieser Berufsgenossenschaft versichert wird. Anders als in vielen anderen gesetzlichen Regelungen wird hierbei das Beschäftigungsverhältnis als dauerhafte Abhängigkeit definiert. Die Zahlung eines Arbeitsentgelts ist nicht zwingend notwendig. Über diese Institution muss jede Person von einem Unternehmer versichert werden, die mit dem Unternehmen zusammenarbeitet und ihre Tätigkeit nicht vollständig frei bestimmen kann. Das bedeutet, dass die beschäftigte Person hinsichtlich des Ortes, der Zeit, der Art oder der Dauer der Tätigkeit den Weisungen des Unternehmers unterliegt.

BGN Versicherte

Eine weitere Zielgruppe dieser Einrichtung besteht in Unternehmern sowie deren Ehegatten. Seit 2004 müssen sämtliche Unternehmer, die in diesem Geschäftsbereich tätig sind, eine Mitgliedschaft in dieser Berufsgenossenschaft aufweisen. Von dieser Regelung wurden jedoch im Jahr 2008 zahlreiche Unternehmer befreit. Seit 2008 gewährt die BGN sowohl Arbeitgebern als auch ihren Ehegatten eine freiwillige Mitgliedschaft. Das bedeutet, dass Sie als Vermieter von Monteurzimmern nicht mehr automatisch bei dieser Berufsgenossenschaft versichert sind, sondern eine freiwillige Mitgliedschaft beantragen können. Die einzige Ausnahme von dieser Regelung bildet die Berufsgruppe der Fleischer. Jene Unternehmer werden noch immer gemeinsam mit ihren Ehegatten automatisch von dieser Berufsgenossenschaft versichert.

Welcher Beitrag muss bei dieser Berufsgenossenschaft entrichtet werden?

Für die Erfüllung ihrer Leistungen werden dieser Berufsgenossenschaft ebenso wie sämtlichen anderen Einrichtungen keinerlei steuerliche Mittel zur Verfügung gestellt. Aus diesem Grund müssen sämtliche Kosten, die durch die Erfüllung der Aufgaben entstehen, durch die Mitgliedsbeiträge der Versicherten beglichen werden. Da es sich hierbei jedoch für viele Menschen um eine gesetzliche Pflichtversicherung handelt, stellt eine Unterfinanzierung der gesetzlichen Unfallversicherungen für den Gesetzgeber keine Option dar. Entsprechend werden alle entstehenden Kosten der Berufsgenossenschaften über ein Umlageverfahren unter den Versicherten aufgeteilt. Hierfür betrachtet die BGN sowohl sämtliche Pflichtversicherte als auch freiwillige Versicherte.

Für die Berechnung der Beiträge wird bei allen Pflichtversicherten vor allem das Bruttoarbeitsentgelt als Grundlage verwendet. Dies gilt für sämtliche Arbeitnehmer sowie Aushilfen. Darüber hinaus berechnet die Berufsgenossenschaft ebenfalls eine Gefahrenklasse in der Höhe der Beiträge mit ein. Aus beiden Kenngrößen wird am Ende eines jeden Jahres ein sogenannter Beitragsfuß erstellt, der für die Berechnung der endgültigen Beitragshöhe entscheidend ist. Für die Berechnung des Beitragsfußes betrachtet diese Institution bei allen freiwillig Versicherten darüber hinaus ebenfalls die Versicherungssumme.

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Anhand des Beitragsfußes wird ein Hauptumlagebeitrag errechnet, der den Anteil eines Versicherten an den entstandenen Kosten des vergangenen Jahres darstellt. Neben diesem Beitrag wird jedoch seit dem Beitragsjahr 2008 ebenfalls ein weiterer Beitrag zur Lastenverteilung erhoben. Der sogenannte Zusatzbeitrag setzt sich aus zwei unterschiedlichen Teilbeträgen zusammen. Hierbei handelt es sich zum einen um die Lastverteilung anhand der Neurenten und zum anderen um die Lastverteilung anhand der gezahlten Entgelte. Die Berechnung des Beitrags zur Lastenverteilung nach Neurenten ist ebenso wie die Berechnung des Hauptumlagenbeitrags von dem Bruttoarbeitsentgelt, der Gefahrenklasse sowie dem Beitragsfuß abhängig. Diese Faktoren spielen jedoch für die Berechnung der Höhe des Beitrags zur Lastenverteilung nach gezahlten Entgelten keine Rolle.

Eine Regulierung der zu zahlenden Beiträge ist der BGN hierbei nicht möglich. Zur Minderung der Beitragslast von Versicherten mit einem geringen Einkommen wurde ein Freibetrag auf das beitragspflichtige Bruttoarbeitsentgelt festgelegt. Die Höhe der Beiträge richtet sich jedoch vorrangig nach der Höhe der entstandenen Lasten. Aus diesem Grund hat die BGN keinerlei Einfluss auf die Beiträge, die sie erhebt. Freiwillig Versicherte leisten hierbei ebenfalls ihren Beitrag zur Deckung der Lasten nach Neurenten. Von der Lastenverteilung nach Entgelten sind Sie jedoch befreit, wenn Sie sich bei der BGN freiwillig versichern. Darüber hinaus können ebenfalls Nachlässe auf die Beiträge bewilligt werden. Dies ist immer dann der Fall, wenn Ihre Eigenbelastung deutlich geringer ausfällt als die durchschnittliche Eigenbelastung aller Beitragspflichtigen.

Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG)

Bei der VBG handelt es sich um die aktuell größte Berufsgenossenschaft Deutschlands. Dieser Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland weist derzeit die meisten Mitglieder auf. Darüber hinaus weist diese Institution mit Abstand den größten Einflussbereich in Deutschland auf. Der hohe Verantwortungsbereich der VBG lässt sich vor allem auf die beiden Zusammenschlüsse aus den Jahren 2009 und 2010 zurückführen. Aufgrund einer umfangreichen Organisationsreform innerhalb der gesetzlichen Unfallversicherungen wurde die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft im Jahr 2009 mit der Berufsgenossenschaft der keramischen und Glas-Industrie zusammengeschlossen. Nur ein Jahr später folgte die Fusion mit der Berufsgenossenschaft der Straßen-, Eisen- und U-Bahnen. Als Vermieter von Monteurzimmern und Ferienimmobilien müssen Sie sich nur dann bei der VBG versichern, wenn Sie durch die Vermietung einer Ferienwohnung einen erheblichen Beitrag zur Freizeitgestaltung von Menschen leisten.

Sie müssen sich nur dann in der VBG versichern, wenn Sie einen erheblichen Beitrag zur Freizeitgestaltung von Menschen leisten

Für wen ist die VBG zuständig?

Der Name dieser Berufsgenossenschaft lässt vermuten, dass diese nur für Angestellte und Arbeitgeber des Verwaltungssektors zuständig ist. Tatsächlich ist diese Berufsgenossenschaft jedoch nicht nur für den Gewerbezweig Verwaltung zuständig, sondern darüber hinaus ebenfalls für zahlreiche weitere Gewerbe- und Berufszweige. Hierbei handelt es sich vor allem um jene Gewerbebereiche, die noch nicht von anderen Berufsgenossenschaften abgedeckt werden. Aus diesem Grund spricht man bei der VBG aktuell bereits von einer sogenannten "Auffangzuständigkeit". Aus diesem Grund fallen in den Zuständigkeitsbereich dieser Berufsgenossenschaft zahlreiche Dienstleistungsberufe in einem sehr weit gefassten Sinne.

Dadurch sind aktuell bei der VBG neben Verwaltungseinrichtungen ebenfalls Banken, Versicherungen und Leasingunternehmen versichert. Weiterhin müssen sich grundsätzlich auch Unternehmer im Ingenieurwesen, Architekten, Informatiker und Forschungseinrichtungen über diese Berufsgenossenschaft versichern. Darüber hinaus umfasst sie zahlreiche Branchen wie Werbung, Medien, Gestaltung und Kommunikation. Vermieter von Monteurzimmern und Ferienimmobilien können unter Umständen ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich dieser Berufsgenossenschaft fallen, da diese neben Bildungseinrichtungen und Beratungsunternehmen auch Religionsgemeinschaften und Unternehmen der Freizeitgestaltung betreuen. Dadurch fallen Vermieter von Monteurzimmern und Ferienimmobilien immer dann in den Zuständigkeitsbereich dieser Berufsgenossenschaft, wenn diese eine Ferienimmobilie anbieten, welche einen Teil zur Freizeitgestaltung der Mieter beiträgt.

Die Beitragshöhe bei der VBG

Durch die Beiträge aller Mitgliedsunternehmen finanziert die VBG alle Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung. Hierzu gehören die Arbeitssicherheit, der Gesundheitsschutz, die Rehabilitation sowie die Entschädigung von Betroffenen. Hierbei achtet die VBG jedoch darauf, dass ihre Mitglieder lediglich für sämtliche Kosten aufkommen, die durch ihre Betreuung entstehen. Dadurch ist eine Bereicherung der Organisation ausgeschlossen. Aus diesem Grund wird die Höhe der Beiträge in jedem Jahr auf Grundlage des Umlegungsverfahrens für die Mitglieder neu berechnet. Nach dem Ende eines jeden Kalenderjahres werden sämtliche Ausgaben vollständig auf alle Mitglieder umgelegt. Die Höhe des zu begleichenden Anteils richtet sich dabei vor allem nach der gemeldeten Entgeltsumme, der Gefahrenklasse sowie dem errechneten Beitragsfuß.

Berufsgenossenschaft Beiträge

Im Kalenderjahr 2016 betrug der Beitragsfuß einheitlich für alle Versicherten 3,90 Euro. Aufgrund eines hohen Freibetrags sind die meisten Versicherten in diesem Jahr lediglich zur Begleichung des Mindestbeitrags verpflichtet gewesen. Dieser wird auf der Vertreterversammlung festgesetzt und betrug in diesem Jahr 48 Euro. Weiterhin gibt es in dieser Berufsgenossenschaft einen Solidarausgleich. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Lastenverteilung. Diese wird in die beiden Unterkategorien Lastenverteilung nach Neurenten und Lastenverteilung nach der Entgeltsumme unterteilt. Für die Lastenverteilung nach Neurenten ist aktuell kein Freibetrag vorgesehen.

Neben den Beiträgen, die auf Grundlage von Entgeltsummen berechnet werden, erhebt die VBG ebenfalls einige Pro-Kopf-Beiträge. Diese Beiträge müssen nur übernommen werden, wenn der Versicherte einer bestimmten Berufs- oder Menschengruppe angehört. Rehabilitanden müssen dadurch pro in Anspruch genommenen Belegungstag einen um 0,3622 Euro erhöhten Beitrag zahlen. Für Vermieter von Monteurzimmern und Ferienimmobilien werden aktuell jedoch keine Sonderumlagen erhoben.

Lohnt sich eine freiwillige Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft?

Obwohl die Berufsgenossenschaften hohe Summen in das Marketing investieren zweifeln noch immer die meisten Unternehmer sowie Pflichtversicherten an der Wirtschaftlichkeit einer Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft. Unternehmer bemängeln hierbei insbesondere die Monopolstellung der Berufsgenossenschaften und beklagen Beiträge, die sie als unangemessen hoch empfinden. Die Versicherten hingegen sind von dem Verhalten der Berufsgenossenschaften im Versicherungsfall nicht überzeugt.

Für Berufsgenossenschaften ist es nicht möglich, einen Gewinn zu verzeichnen. Sämtliche Beiträge sind so kalkuliert, dass diese lediglich die im letzten Kalenderjahr angefallenen Kosten decken. Dennoch haben zahlreiche statistische Erhebungen ergeben, dass die Mehrheit der Versicherten mit dem Vorgehen der Berufsgenossenschaften unzufrieden ist. Der Grund für diese Umfrageergebnisse besteht darin, dass sämtliche Versicherten so lange mit ihrer Berufsgenossenschaft zufrieden sind, bis diese eine beantragte Leistung nicht gewährt. Diese Situation tritt verhältnismäßig oft auf, da zahlreiche Erkrankungen nicht als häufig auftretende Berufskrankheiten gemeldet sind. Darüber hinaus wird häufig die Minderung der Erwerbsfähigkeit nicht vollständig anerkannt, um eine Rentenzahlung zu vermeiden. Hierbei wird den zahlreichen Berufsgenossenschaften regelmäßig ein rechtswidriges Verhalten vorgeworfen. Aus diesem Grund stellen Pflichtversicherte noch immer den Großteil der durch Berufsgenossenschaften versicherten Personen dar.


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zuletzt aktualisiert: 21.08.2019

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