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Rechnung wird nicht bezahlt wegen dem Wortlaut "im Namen und Auftrag"

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  • Rechnung wird nicht bezahlt wegen dem Wortlaut "im Namen und Auftrag"

    Ich habe mal wieder ein Problem mit einer Firma die die Rechnung nicht bezahlen möchte. Diese Firma hat eine Reservierung getätigt mit folgendem Wortlaut:
    nach Rücksprache mit meinem Chef muss ich Ihnen leider mitteilen, dass wir die Rechnungsstellung ihrerseits nicht akzeptieren können, das aus unserer Reservierung klar hervorgeht, dass wir im Namen und Auftrag reservieren.

    Die Herren die eigentlich anreisen sollten für die im Namen und Auftrag die Reservierung getätigt worden ist, sind natürlich nicht gekommen und haben auch das Zimmer nicht storniert. Kann ich nun gegen die Firma, die im Auftrag gehandelt hat, hier was unternehmen??? Die Herren sind nicht aus Deutschland sondern kommen von Polen oder ähnliches.


    Ich habe diesen Satz bei mir auf der Homepage in den AGB´s stehen: Vertragsabschluss


    Der Vertrag kommt durch die Annahme des Antrags des Kunden zustande. Dem Vermieter steht es frei, die Zimmerbuchung schriftlich zu bestätigen. Vertragspartner sind der Vermieter und der Kunde. Hat ein Dritter für den Kunden bestellt, haftet er dem Vermieter gegenüber zusammen mit dem Kunden als Gesamtschuldner für alle Verpflichtungen aus dem Monteurzimmeraufnahmevertrag, sofern dem Vermieter eine entsprechende Erklärung des Dritten vorliegt. Alle Ansprüche gegen den Vermieter verjähren grundsätzlich in einem Jahr ab dem Beginn der kenntnisabhängigen regelmäßigen Verjährungsfrist des § 199 Abs. 1 BGB. Schadensersatzansprüche verjähren kenntnistunabhängig in fünf Jahren. Die Verjährungsverkürzungen gelten nicht bei Ansprüchen, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Vermieter beruhen.

    Das heißt doch eigentlich, dass die Firma XY die im Auftrag von gehandelt hat von den Kunden, die Rechnung eigentlich bezahlen muss. Oder liege ich hier falsc????
    Zuletzt geändert von goelz-vermietung; 19.09.2018, 12:35.

  • #2
    Hallo,
    ich frage hier mal unseren Anwalt. Obwohl ich von einer Klage Richtung Osteuropa generell abraten würde. Die Chancen stehen denkbar schlecht.
    Melde mich kurzfristig zurück, sobald ich eine Antwort von unserem RA bekommen habe. LG Dennis

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    • #3
      Vielen Dank.

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      • #4
        Das ist meines Erachtens nach blöd gelaufen. Wenn jemand Namens und im Auftrag eines Dritten reserviert, dann muss er auch den Namen und die Adresse des Vertragspartners nennen bzw. man muss ihn dazu auffordern. Denn an diese Adresse muss dann die Buchungsbestätigung und auch die Rechnungslegung erfolgen. Wenn der Dritte dann nicht unmittelbar zumindest die Anzahlung leistet, dann kann man getrost an jemand anderen vermieten und die Unterkunft nicht weiter freihalten. Ich glaube nicht, dass die Firma zahlen wird und ob es sich rechnet ein Klageverfahren durchzuführen scheint mir zweifelhaft.
        Um welche Firma handelt es sich denn, die solche "schlitzohrigen" Buchungen versendet?
        Zuletzt geändert von Vermieter; 19.09.2018, 18:23.

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        • #5
          Hallo @vermieter.

          Ich habe aber in den AGB´s stehen:

          Der Vertrag kommt durch die Annahme des Antrags des Kunden zustande. Dem Vermieter steht es frei, die Zimmerbuchung schriftlich zu bestätigen. Vertragspartner sind der Vermieter und der Kunde. Hat ein Dritter für den Kunden bestellt, haftet er dem Vermieter gegenüber zusammen mit dem Kunden als Gesamtschuldner für alle Verpflichtungen aus dem Monteurzimmeraufnahmevertrag, sofern dem Vermieter eine entsprechende Erklärung des Dritten vorliegt. Alle Ansprüche gegen den Vermieter verjähren grundsätzlich in einem Jahr ab dem Beginn der kenntnisabhängigen regelmäßigen Verjährungsfrist des § 199 Abs. 1 BGB. Schadensersatzansprüche verjähren kenntnistunabhängig in fünf Jahren. Die Verjährungsverkürzungen gelten nicht bei Ansprüchen, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Vermieter beruhen.

          Dann müsste doch eigentlich wirklich die Firma die die Zimmer angemietet haben die Rechnung bezahlen. Ich habe die Anschrift von den Mietern, allerdings wohnen diese nicht in Deutschland, so dass ich hier keine Chance habe, das Geld zu bekommen.

          Das ist die Firma König GmbH & Co. KG, Augustaanlage 13 in Mannheim. Ich werde diese auch auf die schwarze Liste setzen, da ich solche Sachen einfach nicht verstehen kann und möchte.

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          • #6
            Guten Morgen

            Ich kann Dir zwar diesbezüglich leider nicht weiterhelfen.. aber wir beobachten solch ein Verhalten auch immer mehr. Bedingt durch einen Tip von einer sehr netten Userin hier vom Forum, lassen wir uns nun auch eine Kostenübernahme bei Nicht-Erscheinen (gerade wenn Gäste aus dem Ausland kommen) von der Firma bestätigen.

            Durch dieses "bewusste Formular" (denn mittlerweile sind unsere AGBs so lang, dass garantiert dies nicht alle im Detail durchlesen) schrecken dann die Firmen doch teilweise zurück.

            Also an alle stillen Leser hier in diesem Forum, werdet bei diesen genannten Zeilen hellhörig. Oder auch: "Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die Buchung des Zimmers, d.h. auch der Vertragsschluss, durch unsere Mitarbeiter erfolgt. Sie tragen die Unterkunftskosten selbst und zahlen bei Ihnen vor Ort."
            Bei Nachfrage unsererseits nannte die Firma, dass dies bei ihnen so üblich wäre.

            Aber ich warne alle Vermieter.. es ist völlig egal was in dieser Firma üblich ist, es sind Eure Räumlichkeiten. Und Ihr müsst Euch überhaupt nicht nach den Gepflogenheiten solcher Unternehmen richten.



            Ein Wort noch zu schwarzen Schafen: Ich kann es verstehen, wenn man den Namen an den Pranger stellt.
            Aber meines Erachtens ist es nicht erlaubt und ich wäre extrem vorsichtig, eine Black Blöcki öffentlich hier negativ zu outen. Gerade weil sich auch die Datenschutzrichtlinien sehr verschärft haben.
            Es gab schon Foren und User die sind aufgrund öffentlicher Kritik verklagt worden; gerade weil Namen und so weiter für alle lesbar waren.

            Wie gesagt, ich kann es verstehen. Wenn ich so unsere schwarze Liste ansehe, gerade zu den Anfangszeiten unserer Karriere ;-) würde ich am es am liebsten laut in die Welt hinaus schreien..

            Gruß Ich



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            • #7
              Hallo,
              soo.. also erstmal möchte ich proforma darauf hinweisen, dass dies hier keine Rechtsberatung ist. Bei solchen Angelegenheiten sollten Sie immer selber einen Anwalt aufsuchen.

              Was ich aber unverbindlich und kostenlos für Sie in diesem Fall in Erfahrung bringen konnte ist:

              Wenn die Firma für den Dritten gebucht hat, und das auch so in der Buchung geschildert hat, ist der Dritte haftbar und nicht die Firma.
              Sollte sich aber herausstellen, dass der Dritte die Firma nicht beauftragt hat die Buchung in seinem Namen durchzuführen, wäre die Firma haftbar.

              Was Sie nun tun könnten:

              Sie könnten dem Dritten die Ausfallrechnung z.B. via E-Mail (wegen den Kosten) zusenden und ...

              1. ...wenn Ihnen dieser die Rechnung bezahlt, haben Sie Glück und Ihre Ziel direkt erreicht.
              2. ... wenn Ihnen dieser die Rechnung zurückschickt und angibt er habe diese Buchung nicht beauftragt, dann hätten Sie einen Nachweis darüber, dass die Firma
              nicht berechtigt war im Auftrag und im Namen des Dritten zu buchen. Somit könnten Sie die Kosten von der Firma einfordern. Wieder Glück... :-)
              3. ... wenn der Dritte nicht auf die Rechnung und eventuelle Mahnungen reagiert, dann haben Sie leider Pech gehabt. Eine Klage ins Ausland ist immer schwierig und mit hohen Kosten verbunden.
              Hier muss man immer das Risiko, dem schlechten Geld noch gutes Geld hinterher zu werfen, abwägen. Generell würde ich aber davon abraten.

              Tipp: Arbeiten Sie wenn möglich immer mit einer Anzahlung oder bei ausländischen Vertragspartner mit Vorkasse. Seriöse Gäste werden Ihnen die Anzahlung oder Vorkasse immer leisten.

              Ich hoffe Ihnen ein wenig weitergeholfen zu haben.

              Viele Grüße aus dem sonnigen Bonn

              Dennis

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              • #8
                Vielen Dank an Ich und Dennis Das werde ich in Zukunft beides berücksichtigen und finde den Tipp super von Ich. Ich werde jetzt einfach mal mein Glück versuchen.

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                • #9
                  Gern geschehen. Ich finde, durch die Erlahrungen an derer User .. kann man nur lernen. :-)
                  Auch wr werden in Zukunft noch vorsichtiger sein..


                  Dennis, vielen Dank für Deine Mühe. Eine wirklich wichtige Information.

                  Gruss Ich

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                  • #10
                    Zwischenzeitlich haben auch wir Buchungen von Zeitarbeitsfirmen bekommen, bei denen anstelle der buchenden Zeitarbeitsfirma der Name des Mitarbeiters in unserem Online-Buchungsformular als Vertragspartner angegeben worden war. Nur, der Mitarbeiter hatte diese Buchung nicht persönlich vorgenommen und kannte demzufolge auch unsere Vertragsbedingungen nicht, denen man vor Absenden der Buchung explizit zustimmen muss. Es hat also in diesen Fällen rechtlich überhaupt kein Vertragsverhältnis zwischen uns vorgelegen. Denn der "Vertragspartner" hat den Vertrag mit uns nicht abgeschlossen und würde er nicht vereinbarungsgemäß anreisen, würde er natürlich auch nicht zahlen wollen. Außerdem würde er sich nicht an unsere Bedingungen gebunden fühlen.

                    Ich habe daraufhin anstelle die Buchung zu bestätigen, die Zeitarbeitsfirma angerufen und mir die Kontaktdaten des Mitarbeiters geben lassen, um diesen über die für ihn getätigte Buchung zu informieren und sie mir gegenüber noch einmal persönlich bestätigen zu lassen oder ihm die Möglichkeit zu geben, der Buchung sofort und unverzüglich zu widersprechen, wenn diese nicht in seinem Auftrag abgegeben wurde. Die Vertragsbedingungen habe ich als Anhang beigefügt. Hätte er sich nicht gemeldet, hätte ich die Unterkunft anderweitig vergeben und nicht für ihn freigehalten. Da er sich aber gemeldet hat, konnte ich ihm den Vertrag und die Rechnung zusammen mit meiner Bestätigung übersenden.

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