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    Ich wollt mal berichten, wie es so läuft mit unserer Neuerung: der prepaid-Bezahlung der Stromkosten.
    Seit Anfang des Jahres haben wir nun jede unserer Monteursunterkünfte und auch die Duschen mit Prepaid-Münzzählern ausgestattet.
    Zu Beginn haben unsere Monteure ein wenig ratlos geschaut, wenn ich erklärt habe, dass die individuell benötigte Menge an Elektrizität ab sofort und zukünftig über Münzzähler vor Verbrauch bezahlt werden muss. Es ist wie zuhause auch: man zahlt seine Miete an den Vermieter und seine Stromkosten an den Energieversorger. Unser Energieversorger hängt an der Wand in der Unterkunft.

    Unsere Monteure haben aber schnell gelernt. Zu Beginn habe ich erstmal einen Euro in jeden Münzautomaten gesteckt, da hatte dann jeder in seiner Unterkunft erst einmal 3,3 kwh frei und ab da mussten sie dann ihren Stromverbrauch selbst bezahlen. Während früher alle Geräte ständig auf Hochbetrieb liefen, wurde jetzt der Kühlschrank plötzlich nur noch auf der untersten Stufe benötigt, Da wird auch nicht mehr vergessen, das Licht oder die Kaffeemaschine abzustellen wenn man die Unterkunft verlässt. Ebenso wie plötzlich alle Stecker von Geräten mit Stand-by-Betrieb von den Monteuren aus der Steckdose gezogen werden. Handy und Computer werden auf der Baustelle aufgeladen und geduscht wird maximal einmal am Tag und dann nur wenige Minuten. Die Zeiten wo stundenlang unter der Dusche gestanden wurde sind Vergangenheit. Ich kann mich nur wundern, wie extremst sparsam mit der Energie umgegangen wird, wenn es den eigenen Geldbeutel betrifft.

    Trotzdem sind unsere Monteure hochzufrieden, denn die Mietpreise haben wir entsprechend abgesenkt und die Unterkünfte geschmackvoll eingerichtet, neu renoviert und ansprechend ausgestattet. Damit bieten wir ein Maximum an Wohnkomfort und auch wenn man seinen Strom selbst bezahlen muss, es ist einfach schön bei uns und deshalb ist die Sache mit dem gewollt verantwortungsbewussten Umgang mit der Energie zweitrangig.
    Zuletzt geändert von Vermieter; 15.05.2018, 16:16.

  • #2
    Hallo Vermieter,
    die Idee mit dem Prepaid-Münzzählern für Dusche und Strom finde ich hervorragend.
    Kannst Du mir vielleicht sagen, weche Technik Du dafür verwendest (von welcher Firma kommen die Münzgeräte)?
    Hier würde ich gerne einen kleinen Artikel/ Bericht für unsere Webseite verfassen.

    Viele Grüße aus Bonn

    Dennis

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    • #3
      Hallo Dennis,
      die Idee dazu kam uns auf dem Wohnmobilplatz. Dort steckt man sein mitgebrachtes Kabel in die Stromsäule und nachdem man entsprechend viele Münzen eingeworfen hat, hat man Licht, kann man fernsehen und sämtliche Geräte unabhängig von der Autobatterie oder Propangas nun auch elektrisch nutzen. Die Duschen im Sanitärhaus waren auch mit Münzern ausgestattet und was auf einem Campingplatz geht, das geht natürlich auch in einem Gästehaus. Die Umrüstung war ganz einfach, hat unser Elektroinstallateur gemacht. Jede Unterkunft für sich getrennt: Licht und alle Steckdosen über einen 1-Euro-Zähler. Die Münzzähler in den Unterkünften sind verbrauchsabhängig, die Münzzeitzähler für die Duschen im Sanitärbereich liefern warmes Wasser nach Zeit. Wichtig, die Flurbeleuchtung separat und mit Tastern ausgestattet (war bei uns praktischer als Bewegungsmelder), damit keiner der Gäste allgemein verursachte Kosten bezahlen muss und ebenso wichtig: keine Steckdosen auf dem Flur die ständig Strom führen. Wenn unser "Putzgeschwader" kommt, schaltet es den Strom für die Steckdosen auf dem Flur frei und sowohl Hochdruckreiniger und Staubsauger können angeschlossen werden ohne dass wir den von den Gästen bezahlten Strom dafür verbrauchen. Sofern man neben den Einzelunterkünften auch Gemeinschaftsküchen hat, müsste man hier auch die Energie für die Geräte über Münzer laufen lassen. Bei uns gibt es Einzelzimmer mit Pantry da ist alles drin was ein Monteur für sich allein nutzt. In den Appartements mit Küche und Bad für Alleinnutzung und in der Waschküche haben wir 2-Euro-Münzer, ansonsten nur 1-Euro-Münzer. Unsere Münzer sind alle von VZR, aber da gibt es verschiedene Anbieter. Das ganze ist erst einmal eine größere Investition aber danach kann man ruhig schlafen und muss sich keine Gedanken um die nächste Stromrechnung machen, ob irgendwo mal wieder das Licht angelassen wurde oder mal wieder jemand die Duschen als Wellnessbad nutzt. Da wir im Sommer unsere Zentralheizung nicht nutzen, steht in jeder Unterkunft ein keiner Radiator bereit für die Leute, die auch im Sommer permanent frieren. Aber komisch, niemand stellt die Dinger an.
      Zu Beginn haben wir uns einen Vorrat an Münzen zum Geldwechseln zugelegt, weil nicht jeder soviel Kleingeld im Portomonaie hat, aber dann leert man ja regelmäßig die Münzautomaten und hat regelmäßig genug Wechselgeld.

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      • #4
        Guten Morgen Vermieter

        Wie hoch waren Eure Investionen auf wieviel Betten?


        Gruß Ich

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        • #5
          Wir haben die Elektroinstallation zusammen mit einer Komplett-Sanierung durchgeführt.: Aus 2 Ferienwohnungen 5 Einzelunterkünfte gezaubert, Sanitärbereich angelegt: 2 Duschen, 2 WCs, alle Unterkünfte komplett neu eingerichtet und mit neuer Ausstattung versehen. Überall neue frische Farben. Teuer waren die erforderlichen gewerblich nutzbaren unkaputtbaren Installationen. Wir haben dafür viel Geld in die Hand genommen. Materialien und Einrichtung haben wir selbst besorgt, die Arbeiten haben allerdings ordentliche Handwerksbetriebe erledigt.

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          • #6
            Also wenn ich die Antwort richtig interpretiere. . für die kleinen Vermieter wahrscheinlich nicht machbar.. Oder von welcher Summe reden wir hier?

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            • #7
              Bei kleinen Vermietern geht es wahrscheinlich nicht um 5 neue Unterkünfte oder? Wenn ich nur eine Unterkunft anbiete, wirds auch nicht so teuer, weil ich vielleicht nur einen einzigen Münzer brauche und die Installation nicht aufwendig ist. Wir haben komplett umgebaut und teurer als die Elektroinstallation war vor allem die Neuinstallation des Sanitärbereichs, wo wir viel Wert darauf gelegt haben, nur "unkaputtbare" Sanitärgeräte zu verwenden. Vorher mussten wir regelmäßig Duschköpfe und Halterungen erneuern, entweder waren sie ausgeleiert oder abgebrochen. Das ist nun vorbei, da kann man nichts mehr kaputtmachen. Ist alles total gewerbetauglich, wie auf dem Campingplatz. Da Handwerkerpreise regional nicht vergleichbar sind, einfach mal den Elektriker in der Nachbarschaft kommen lassen und ein Angebot anfordern.

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              • #8
                Ich habe Deinen Beitrag auch nicht für neue Unterkünfte verstanden.. sondern einen Rat für Investionen der zukünftige Energiekosten.


                Also wir haben uns tatsächlich auch schon mal mit Münzautomaten beschäftigt.. aber mehr hinsichtlich Waschmaschine.. Schon damals hat uns ein Gerät im Anschaffungspreis mächtig erschrocken.
                Zudem sind Handwerkerpreise (zumindestens hierzulande) Minimum auf das 2x gestiegen.

                Eure Unterkünfte sind da auf jeden Fall in einer anderen Grössenordnung ;-).


                Gruß Ich






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                • #9
                  Hallo Vermieter,

                  eine ungefähre Hausnummer zwecks Investionssumme pro Einheit wäre super.
                  Bei mir wären es derzeit 14 Einheiten, da müsste ich erstmal hochrechnen, nach wievielen Jahren sich das überhaupt amortisiert.

                  Danke und viele Grüße, Suse

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                  • #10
                    @ich
                    Du hast etwas falsch verstanden:
                    Mein Beitrag war kein RAT für Investitionen, sondern lediglich ein Bericht darüber wie es bei uns nun läuft seit der Umstellung auf Selbstzahlung der Energiekosten.
                    Viele Vermieter scheuen sind davor, ertwas zu machen, was die Mitbewerber so noch nicht haben. Das war seinerzeit auch schon so, als wir 1998 so ziemlich die ersten waren, die Kaution genommen haben und da gibt es immer noch etliche, die glauben, dass dann niemand mehr kommt. Ist aber ein Irrtum. Es kommt auf das GESAMTBILD an. Sind die Unterkünfte preiswert, gepflegt und schön anzusehen und bestehen nicht aus abgewohnten alten Möbeln, dann haben die meisten Monteure Verständnis dafür dass der Vermieter eine Kaution haben möchte, denn sie haben ja nicht die Absicht etwas kaputt zu machen. Das gleiche gilt für den Energieverbrauch, solange sie nicht für andere mitbezahlen müssen, sondern selbst bestimmen können, wieviel Energie sie verwenden, sind sie bereit dafür zu bezahlen. Die Mietpreise muss man dann natürlich absenken. Ist doch klar, es zählt immer noch der Gesamtpreis und wenn man den als Mieter selbst beeinflussen kann, umso besser.

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                    • #11
                      Dann ist meine Wahrnehmung nicht falsch sondern einfach ein andere ;-).

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                      • #12
                        @suse,
                        mir ging es in erster Linie um eine Absenkung unserer Energiekosten und erst in zweiter Linie um den Zeitraum, in dem sich der Umbau amortisiert.
                        Die Energiekosten haben uns "aufgefressen", sie wurden jedes Jahr teurer und der Verbrauch stieg mit der Zeit immer mehr an. Ich mache jährlich Betriebskostenabrechnungen für jede gewerblich genutzte Wohneinheit und vergleiche so die Kosten jeder einzelnen Unterkunft gemessen an ihrer individuellen Auslastung. Dadurch habe ich einen guten jährlichen Überblick über die Preissteigerungen. Früher hatten die Gäste auch weder Mobiltelefone noch Computer, die ständig am Stromnetz hingen. Ich bin Betriebswirtin und rechne spitz und wenn ich erkenne, das sich mein Betriebsergebnis aufgrund der hohen Stromrechnung ständig verringert und ich am Ende kaum noch einen Gewinn erwirtschafte , dann muss ich etwas an den Parametern verändern. Zuerst bei den variablen Kosten, die durch den Stromverbrauch der Gäste, durch Wasser-, Abwasser, Heizung, Müll und die Gästewäsche beeinflusst werden. Bei den fixen Kosten, wie Personal, Versicherung, Berufsgenossenschaft, Kammerbeiträge, Steuerberater etc. habe ich kaum Möglichkeiten etwas zu verändern. Und bevor ich über Abschreibungszeiträume nachdenke, kommt es mir darauf an, wirtschaftlich zu arbeiten.

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                        • #13
                          Ich
                          dann liegt es an Deinem Leseverständnis, denn wenn Du genau liest, wirst Du erkennen das steht nichts von einem Ratschlag, das steht wörtlich: "ich wollte mal berichten"

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                          • #14
                            Die Gründe habe ich verstanden.. Senkung der Energiekosten ist ja auch in vielen Familien ein wichtiges Thema. Und die Fakten sind auch dort schon sehr lange bekannt.
                            Von welcher Summe pro Einheit reden wir jetzt ?

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                            • #15
                              Na.. dann liegt es an meinem Leseverständnis ;-)))))))))))) Deiner Zeilen ;-)))))))))))

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