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Aufenthalt von Haustieren
im Monteurzimmer oder der Ferienwohnung
Urlaub mit dem Liebling – ist das Haustier willkommen?

Reisen können aus unterschiedlichen Gründen stattfinden. Wer nicht in den Urlaub fährt, ist vielleicht als Monteur unterwegs, um Baustellen zu besuchen. Studenten möchten die Welt kennenlernen – und Unternehmer sind geschäftlich auf Tour. Die Frage einer passenden Unterkunft lässt sich oftmals schnell klären. Doch spätestens bei der Mitnahme von Haustieren treten dann doch Fragen auf.

Eine allgemein verbindliche Rechtsdefinition gibt es hierzu nicht. Der Gastgeber und sein Gast sind also befugt, diesen Punkt des Mietvertrages ganz nach eigenem Belieben zu bestimmen. Eine eigenmächtige Mitnahme von Hunden oder Katzen kann der Vermieter jedoch stets ablehnen.

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Haustiere im Monteurzimmer oder der Ferienwohnung Handwerker Hund

Auf das Kleingedruckte achten

Die Ferienwohnung oder das Monteurzimmer werden nicht selten über Angebote in Katalogen oder über Webseiten gebucht. Der Eigentümer besitzt dabei die Möglichkeit, seine Immobilie optimal darzustellen. Gleichzeitig kann er aber auch Regeln für den Verbleib dort aufstellen. Dazu gehören etwa ein mögliches Rauchverbot oder die Erlaubnis zur Benutzung einer Waschmaschine.

Was der Vermieter in seinen vier Wänden nicht duldet, sollte er in seinem Inserat bereits ausdrücklich erwähnen. Insbesondere bei der Frage, ob Haustiere mitgebracht werden können, lässt sich ein entsprechender Passus aber oft erst im Kleingedruckten finden. Es lohnt sich also, auch die Textzusätze zu lesen.

Haustiere im Monteurzimmer oder der Ferienwohnung Kleingedrucktes

Grundsätzlich ist der Vermieter nicht dazu verpflichtet, die Mitnahme von Tieren zu akzeptieren. Denn aus seiner Sicht überwiegen zumeist die Nachteile: Kommt es zu Lärmstörungen, unangenehmen Gerüchen oder sogar zu Sachbeschädigungen durch Hunde, Katzen und Nager, so tritt für den Eigentümer der Immobilie oft ein zusätzlicher Kostenfaktor auf. Weitergehend ist damit zu rechnen, dass bei der häufigen Anwesenheit der Vierbeiner auch die Ausgaben für die Reinigung der Zimmer steigen. Möchte der Gastgeber derlei Risiken ausschließen, so ist er befugt, die Mitnahme der Tiere zu untersagen. Wer ein Zimmer buchen möchte, sollte diesen Punkt vor Vertragsunterzeichnung ansprechen.

Der Mieter muss sich fügen

Demgegenüber gilt zugleich, dass der Mieter seinerseits keinerlei rechtliche Grundlage besitzt, um auf die Mitnahme seines Lieblings zu pochen. Dabei ist es auch egal, dass er spontan keine andere Möglichkeit der Unterbringung von Mieze oder Bello findet und er das Tier nicht temporär in das Heim geben möchte. Der Gast hat sich den Gepflogenheiten des Hauses anzupassen, in das er sich einmieten möchte. Er muss überdies den unterzeichneten Vertrag einhalten, der weitergehende Bestimmungen enthält. Handelt er diesen zuwider, so droht neben der Verhängung von Bußgeldern sogar die fristlose Kündigung – und wer möchte mit Hund oder Katze schon ohne Zimmer bleiben?

Haustiere im Monteurzimmer oder der Ferienwohnung Recht haben Fügen

Viele Vermieter nutzen in Katalogen und auf Webseiten daher kleine Symbole. Diese sind etwa mit dem Kopf eines Hundes oder einer Katze versehen – sie verdeutlichen, dass die Mitnahme bestimmter Tierarten in dieser Immobilie gestattet ist. Gibt der beschreibende Text des Angebotes diesbezüglich keine weiteren Auskünfte, so sollte beim Eigentümer des Hauses dennoch eine schriftliche Zusage für das Mitführen des Vierbeiners oder eines Vogels erfragt werden.

Allen Seiten dient ein solcher Schritt zur Rechtssicherheit. Nicht unüblich ist es zudem, dass der Vermieter zuvor wenigstens ein Bild des Tieres sehen möchte, um sich einen ersten groben Eindruck von diesem zu verschaffen.

Der Vermieter besitzt das letzte Wort

Wie gestaltet sich die Rechtslage aber, wenn der Eigentümer der Wohnung grundsätzlich die Mitnahme der Tiere erlaubt, er im Einzelfall aber deswegen die Zusage zum angedachten Mietverhältnis verweigert? Auch hier gilt die sogenannte Vertragsautonomie – beide Parteien können für sich entscheiden, unter welchen Bedingungen sie einen Kontrakt unterzeichnen möchten. Befürwortet der Vermieter allgemein das Mitführen eines Hundes, so kann er diesen dennoch im Einzelfall ablehnen.

Der Mieter besitzt auch dabei keine juristische Handhabe, um die eigenmächtige Entscheidung seines Gegenübers anzugreifen. Denn dieser legt lediglich die Regeln für das Zusammenleben in seinem Haus fest.

Haustiere im Monteurzimmer oder der Ferienwohnung Letztes Wort haben Wörter

Bekannt ist ein solches Vorgehen, wenn etwa der Hund deutlich größer ist, als er durch den potenziellen Mieter beschrieben wurde. Oder wenn die Katze unter Krankheiten leidet. Oft werden Absagen zudem darauf begründet, dass die Sauberkeit des Tieres mit den Anforderungen des Hauses nicht vereinbar wäre. Übrigens muss immer auch bedacht werden, dass sich der Vierbeiner in der neuen Umgebung plötzlich anders als daheim verhalten kann. Bello, der üblicherweise ruhig ist, neigt in der ihm unliebsamen Ferienwohnung vielleicht zu lautem Bellen. Und Mieze, die sich tagsüber langweilt, reagiert ihre Unlust eventuell mit scharfen Krallen am guten Teppich ab.

Den Kontakt suchen

Mietern einer Ferienwohnung oder eines Monteurzimmers sei daher angeraten, schon möglichst früh mit dem Vermieter in Kontakt zu treten und die Mitnahme des Tieres zu besprechen. Selbst dann, wenn diese grundsätzlich erlaubt ist. Per Mail oder Telefon sollte dem Gastgeber klar geschildert werden, um welche Art es sich handelt, welche Größe diese besitzt, wie der Umgang mit fremden Menschen oder Tieren gestaltet wird – und ob etwaige Problemsituationen bekannt sind.

Je offener dieser Austausch gelingt, desto eher kann der Eigentümer des Hauses eine klare Position beziehen. Und desto besser lässt sich auch der Mietvertrag an die Mitnahme des Tieres anpassen.

Haustiere im Monteurzimmer oder der Ferienwohnung Kontakt

Für den Mieter ist darin jedoch noch lange kein Freifahrtschein zu sehen. Er muss den Hund oder die Katze vielmehr auch in dem geschilderten Zustand erhalten. Treten spontane Erkrankungen beim Vierbeiner auf oder verhält sich dieser plötzlich auffällig, so kann der Vermieter darin weiterhin einen Grund sehen, den bereits unterschriebenen Vertrag zu beenden. Denn erneut ist er befugt, etwaige Veränderungen zu seinen Gunsten ausfallen zu lassen. Das kann sogar nach einigen Tagen oder Wochen geschehen, in denen der Gast das Zimmer bereits bezogen hat. Die Mitnahme des Tieres ist daher für den Mieter immer mit einer hohen Verantwortung verbunden.

Die Rechnung kann sich erhöhen

Besteht letztlich die Einigung darüber, dass Mieze und Bello mit dabei sein dürfen, so sollte dennoch nicht erwartet werden, dass sie kostenfrei ihre Residenz beziehen können. Immerhin werden sie vermutlich mit dem Wasser aus dem Hahn des Hauses verköstigt. Ob sie darüber hinaus die Nebenkosten in die Höhe treiben, hängt meist vom Einzelfall ab. Soll der Hund aber tagsüber in einer geheizten Ferienwohnung bleiben oder mag es die Katze, wenn während ihrer Anwesenheit das Radio läuft, so sind Strom und Wärme natürlich weitere Faktoren, die dem Mieter in Rechnung gestellt werden.

Haustiere im Monteurzimmer oder der Ferienwohnung Kätzchen auf Arm

Umstritten ist dagegen die Frage, inwiefern die Reinigungskosten erhöht werden dürfen. Klar ist, dass bei besonders schmutzigen oder haarenden Tieren immer auch eine anteilige Vergütung durch den Gast fällig ist. Wie es sich dagegen bei reinlichen oder kurzhaarigen Hunden und Katzen verhält, wird in der Rechtsprechung noch immer diskutiert.

Unsauberkeiten, die sich eindeutig auf das Tier zurückführen lassen, werden sich problemlos auf die Rechnung aufschlagen lassen. Allerdings erfordert die Mitnahme eines Verbeiners nicht immer eine besonders umfangreiche oder sogar eine spezielle Reinigung des Zimmers. Regt der Vermieter also ohne erkennbare Verschmutzungen die Säuberung mit teuren Mitteln an, kann diese durch den Mieter angefochten werden.

Der Besitzer haftet für Schäden

Bereits bei der Frage der Zimmerreinigung wird dem rechtlichen Grundsatz gefolgt, dass Herrchen und Frauchen für die Tiere haften. Denn weder kann dem Hund die Säuberung seines Schlafplatzes in Rechnung gestellt, noch kann die Katze zur Reinigung des Teppichs aufgefordert werden. In letzter Konsequenz fällt also jedes Verhalten der pelzigen Lieblinge immer auf deren Halter zurück. Diese haben mit besonderer Vorsicht dafür zu sorgen, dass keine unüblichen Beeinträchtigungen der Immobilie auftreten. Der angeknabberte Schrank oder das zerrissene Sofakissen sind übrigens Unannehmlichkeiten, die vielen Vermietern längst bekannt sind. Entsprechende Klauseln mit zivilrechtlicher Grundlage sind daher oft im Mietvertrag verankert.

Haustiere im Monteurzimmer oder der Ferienwohnung Viele Tiere

Aber auch eine strafrechtliche Ahndung kommt in Betracht. Etwa dann, wenn der Hund einen anderen Mitbewohner beißt. Oder wenn er dessen teure Hose zerstört. Meist wird es sich dabei um Fälle der Fahrlässigkeit handeln, da der Halter des Tieres einerseits nicht selbst schädigend auftritt, er andererseits die Handlung des Vierbeiners aber auch so schnell kaum unterbinden kann.

Verhaltensauffällige Pelzträger werden darum mit einem Maulkorb versehen – auf das Tragen desselben kann der Vermieter sogar bestehen. Insgesamt sollte also nichts unternommen werden, um das Zusammenleben zwischen Menschen untereinander sowie in Harmonie mit den Tieren zu beeinträchtigen.

Bewertungen für Deutschland-Monteurzimmer.de
eKomi-Bewertung: Ø 4.7 von 5 Sternen aus 140 Stimme(n)
zuletzt aktualisiert: 25.07.2018

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