Anmeldung eines Gewerbes
für die Vermietung einer Monteurunterkunft

Wie Sie eine Monteurunterkunft oder Ferienwohnung als Gewerbe anmelden / Rechtliche Informationen zur Gewerbevermietung.

Sind Sie als Vermieter von Monteurwohnungen oder Monteurzimmern unsicher, ob Sie für Ihre Vermietung ein Gewerbe anmelden müssen? In vielen Fällen werden sie von der jeweiligen Stadtverwaltung dazu aufgefordert dies zu tun.

Pauschal lässt sich nicht sagen, dass Sie in dieser Situation eine Gewerbeanmeldung vornehmen müssen oder nicht. Fakt ist: Entscheidend sind Ihre individuellen Umstände als Vermieter.

Gewerbeanmeldung Monteurunterkunft

Generell steht es für Umsätze bis zu einer Jahresgrenze von 24.500€ Ertrag zur Debatte, ob Sie ein Gewerbe anmelden müssen. Liegt der Gewerbeertrag über dieser Grenze besteht eine Gewerbesteuerpflicht, da in diesem Fall von einer gewerblichen Tätigkeit ausgegangen wird. Doch was ist ein Gewerbe?

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Ein Gewerbe besitzt bestimmte Merkmale

  • Gewinnerzielungsabsicht: Absicht, Gewinne zu erzielen
  • Erkennung der Tätigkeit nach Außen für Dritte
  • Dauerhaftigkeit der Tätigkeit: keine einmalige oder gelegentliche Vermietung
  • Selbstständige Tätigkeit auf wirtschaftlichem Gebiet

Eine Pflicht zur Anmeldung eines Gewerbes ist nicht so schlimm wie Sie befürchten. Sie beinhaltet eine Anzeige darüber, dass durch die Vermietung einer Monteurunterkunft eine wirtschaftliche Aktivität erfolgt. Mit dieser Anzeige sind zunächst keinerlei weitere Verpflichtungen kombiniert.

Das Gewerbeamt setzt anschließend das Finanzamt über die Gewerbeanmeldung in Kenntnis. Dies ist für Sie als Vermieter kein Nachteil, denn Einkünfte aus einer Vermietung müssen Sie sowieso in der Einkommensteuererklärung angeben.

Fest steht: Sobald eine gewerbliche Tätigkeit stattfindet, müssen Sie ein Gewerbe anmelden.

Handelt es sich bei der Vermietung einer Monteurunterkunft um eine Vermietung im Bereich der privaten Vermögensverwaltung, ist laut § 14 Abgabenordnung (AO) nicht von einer gewerblichen Tätigkeit die Rede. Eine Vermögensverwaltung ist, wenn ein Eigentümer seine Vermögenswerte verwendet und eine Immobilie zum Beispiel zur Pacht oder Miete anbietet.

Ein gewerblicher Geschäftsbetrieb ist es nach Abgabenordnung, wenn durch eine selbstständige und dauerhafte Tätigkeit wirtschaftliche Vorteile entstehen, die über die Grenzen einer Vermögensverwaltung hinausgehen.

Eine klare Definition über diese Grenze gibt es laut Gesetzgeber nicht: Im Einzelfall entscheiden die individuellen Umstände darüber, wann eine private Vermögensverwaltung von einer gewerblichen Tätigkeit abzugrenzen ist.

TIPP: Im Zweifelsfall empfehlen wir jedem Vermieter eine steuerliche oder juristische Beratung, um Zweifel und Unsicherheiten auszuschließen.
Weitere Ratgeber

Es empfiehlt es sich, zuvor nachzufragen, welche Behörde im konkreten Fall zuständig ist.
Oder Sie laden sich das Gewerbeanmelde-Formular GewA1 von der Webseite der Behörde, herunter. Dies drucken Sie aus und geben das ausgefüllte Dokument bei der betreffenden Behörde ab.

Die Vermietung ist entweder eine Vermögensverwaltung oder eine gewerbliche Tätigkeit. Es kommt immer auf die Einordnug an. Wenn zusätzlich Leistungen erbracht werden, die mit einem Beherbergungsbetrieb gleichzusetzen sind, liegt eine gewerbliche Tätigkeit vor. Handelt es sich um ein Gewerbe, muss dies angemeldet werden.

Wenn Sie ein Privatzimmer im eigenen Haus nur ab und zu und für kurze Zeit vermieten und keine zusätzlichen Serviceleistungen wie Frühstück, Zimmerreinigung und die Benutzung der Gemeinschaftsküche zur Verfügung stellen, gelten Sie als Privat-Vermieter. Mehr erfahren Sie hier.

Umsatzsteuerpflichtig werden Vermieter, die einen jährlichen Umsatz von 17.500 € erwirtschaften. Mehr zur Umsatzsteuer für Vermieter hier.