Für Vermieter
Hausordnung für Monteurzimmer und Ferienwohnungen: die wichtigsten Grundlagen
Eine Hausordnung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, im Vermietungsalltag aber sehr empfehlenswert. Sie macht Regeln früh sichtbar, schützt die Unterkunft und erleichtert den Umgang mit Konflikten.
Freiwillig
Keine allgemeine gesetzliche Pflicht.
Klar geregelt
10 bis 15 verständliche Punkte reichen meist aus.
Gut sichtbar
Vorab digital senden und vor Ort aushängen.
Rechtlich zulässig
Regeln dürfen geltendem Recht nicht widersprechen.
Eine Hausordnung ist ein kompaktes Regelwerk für Gäste. Sie legt fest, wie Zimmer, Gemeinschaftsflächen, Inventar, Parkplätze und Außenbereiche genutzt werden dürfen. Besonders bei wechselnden Monteurteams hilft sie, Ruhezeiten, Reinigung, Müllentsorgung, Rauchen, Schäden und die Nutzung gemeinsamer Räume von Anfang an eindeutig zu erklären. Das gilt in kleineren Betrieben ebenso wie bei einer praktischen Unterkunft für Monteure in Duisburg, in der regelmäßig unterschiedliche Teams untergebracht werden.
Die Hausordnung ergänzt den Mietvertrag und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Sie ersetzt diese Unterlagen jedoch nicht. Unzulässige Klauseln werden nicht dadurch wirksam, dass sie in einer Hausordnung stehen.
Entscheidend ist nicht nur der Inhalt, sondern auch die Übergabe.
Stellen Sie die Hausordnung vor oder spätestens bei der Anreise zur Verfügung und hängen Sie eine Kurzfassung gut sichtbar aus. So können Gäste die Regeln jederzeit nachlesen.
Direkt zum passenden Bereich
Muster und Checkliste
Diese Regeln gehören in eine praxistaugliche Hausordnung
Konzentrieren Sie sich auf die Regeln, die Gäste während des Aufenthalts wirklich benötigen.
Für viele Unterkünfte reichen 10 bis 15 Punkte. Formulieren Sie jede Regel kurz, konkret und ohne unnötige Fachbegriffe. Ergänzen Sie außerdem, an wen sich Gäste bei Fragen, Schäden oder technischen Problemen wenden sollen.
Anreise, Abreise und Zugang
- An- und Abreise: Zeitfenster, Schlüsselübergabe, Self-Check-in und Rückgabe festlegen.
- Zusatzgäste: Klarstellen, ob nicht angemeldete Personen übernachten dürfen.
- Zutritt: Regeln für Schlüssel, Schließsysteme und verlorene Schlüssel nennen.
Weitere Hinweise finden Sie bei den Regelungen zu Anreise und Abreise.
Ruhe, Rücksicht und Gemeinschaftsflächen
- Ruhezeiten: Übliche Nachtruhe, zum Beispiel von 22 bis 6 Uhr, klar benennen.
- Gemeinschaftsräume: Saubere und rücksichtsvolle Nutzung von Küche, Bad, Flur und Aufenthaltsraum verlangen.
- Feiern und Besucher: Festlegen, ob und unter welchen Bedingungen sie erlaubt sind.
Sauberkeit, Wäsche und Müll
- Reinigung: Zwischenreinigung, Putzplan und besenreine Übergabe erläutern.
- Bettwäsche: Wechselintervalle und Umgang mit außergewöhnlichen Verschmutzungen festlegen.
- Müll: Trennung, Tonnen, Abholtage und Entsorgung größerer Abfälle erklären.
Kosten und Vereinbarungen sollten mit der Endreinigung und Preisauszeichnung übereinstimmen.
Inventar, Geräte und Verbrauch
- Inventar: Sachgemäßen Gebrauch von Möbeln, Küche, TV und Haushaltsgeräten verlangen.
- Schäden: Sofortige Meldung und einen konkreten Ansprechpartner vorgeben.
- Wasser, Strom und WLAN: Übermäßigen Verbrauch, illegale Downloads und unsachgemäße Nutzung untersagen.
Rauchen, Alkohol und Brandschutz
- Rauchen: Rauchverbot in Innenräumen und ausgewiesene Raucherbereiche eindeutig kennzeichnen.
- Alkohol: Rücksichtnahme und das Verbot störenden Verhaltens festhalten.
- Brandschutz: Offenes Feuer, Kerzen, Fluchtwege und Rauchmelder sachlich regeln.
Beachten Sie zusätzlich die Vorgaben zum Brandschutz.
Haustiere, Parken und Außenbereiche
- Haustiere: Erlaubnis, Auflagen, Reinigung und Rücksichtnahme festlegen.
- Parkplätze: Zugewiesene Flächen, Transporter, Anhänger und Zufahrten regeln – besonders bei einer Monteurwohnung mit Parkplatz in Bochum oder anderen dicht bebauten Einsatzorten.
- Garten und Grillen: Nutzungszeiten, Sauberkeit und Lärmschutz erklären.
Haftung und Folgen bei Verstößen verständlich einordnen
Weisen Sie darauf hin, dass Gäste Schäden sofort melden und für selbst verursachte Schäden verantwortlich sein können. Eine pauschale Haftungsfreistellung des Vermieters ist jedoch nicht uneingeschränkt möglich. Formulieren Sie deshalb keine Klauseln, die gesetzliche Rechte der Gäste ausschließen.
Beschreiben Sie außerdem eine nachvollziehbare Reaktionsfolge: persönlicher Hinweis, Dokumentation, schriftliche Abmahnung und bei schweren oder wiederholten Verstößen weitere rechtliche Schritte. Bei Schadensfällen helfen die Hinweise zum Schadensersatz für Vermieter.
Hausordnung wirksam bereitstellen und verständlich erklären
Gäste müssen die Regeln rechtzeitig erhalten und während des Aufenthalts jederzeit nachlesen können. Ein versteckter Aushang oder eine erst nach dem Konflikt versendete Datei erfüllt diesen Zweck nicht.
Vor der Anreise senden
Als PDF, E-Mail-Anhang oder Link zusammen mit Buchungsbestätigung und Check-in-Informationen – etwa bei einer Unterkunft für Berufsreisende in Düsseldorf.
Vor Ort aushängen
Eine Kurzfassung gut sichtbar in Flur, Küche oder Eingangsbereich anbringen.
Kernregeln erklären
Ruhezeiten, Rauchen, Müll, Parken und Schadensmeldung beim Check-in kurz ansprechen.
Bei Firmenbuchungen an alle tatsächlichen Gäste denken
Wird die Unterkunft durch einen Disponenten oder Arbeitgeber gebucht, sollte die Hausordnung zusätzlich direkt an die untergebrachten Mitarbeiter gelangen. Das ist bei einzelnen Zimmern ebenso wichtig wie bei einer Unterkunft für Montageteams in Bielefeld. Nur die Übergabe an den buchenden Betrieb reicht im Alltag oft nicht aus.
Mehrsprachigkeit und einfache Sprache
Bei internationalen Gästen helfen kurze Sätze, Piktogramme und Übersetzungen, zum Beispiel auf Englisch, Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch oder Ukrainisch. Ein allgemeiner Anspruch auf eine Übersetzung besteht nicht, doch sie reduziert Missverständnisse und erleichtert die Einhaltung der Regeln.
Als Vermieter bei Deutschland-Monteurzimmer.de DMZ.de erhalten Sie Hausordnungen in 15 Sprachen – auf Wunsch auch ausgedruckt und laminiert.
Download-Bereich
Kostenlose Vermieter-Vorlage
Muster-Hausordnung herunterladen und anpassen
Nutzen Sie die Vorlage als Ausgangspunkt und passen Sie sie an Ihre Unterkunft, Ausstattung und Abläufe an. Die Anforderungen können sich je nach Objekt unterscheiden – von einer kleinen Ferienwohnung bis zur zentralen Monteurunterkunft in Wuppertal. Streichen Sie Regeln, die bei Ihnen nicht gelten, und ergänzen Sie konkrete Ansprechpartner, Ruhezeiten, Parkplätze sowie Hinweise zur Müllentsorgung.
Weitere Unterlagen finden Sie im Download-Bereich für Vermieter.
Kostenlose PDF-Vorlage
Herunterladen, prüfen und auf die eigene Unterkunft zuschneiden.
Vorlage jetzt herunterladen
Richtig reagieren
Verstöße ruhig klären, dokumentieren und angemessen eskalieren
Gehen Sie stufenweise vor: ansprechen, dokumentieren, schriftlich reagieren und nur bei Bedarf eskalieren.
Typische Konflikte sind Ruhestörung, unerlaubtes Rauchen, starke Verschmutzung, nicht gemeldete Zusatzgäste, Schäden am Inventar oder Streit um Gemeinschaftsflächen. Reagieren Sie nicht impulsiv und vermeiden Sie Selbstjustiz.
Gespräch suchen
Regelverstoß konkret benennen, auf die Hausordnung verweisen und erwartetes Verhalten erklären.
Vorfall dokumentieren
Datum, Uhrzeit, Fotos, Nachrichten, Zeugen und entstandene Kosten nachvollziehbar sichern.
Schriftlich abmahnen
Bei Wiederholung sachlich festhalten, was geschehen ist und welches Verhalten künftig erwartet wird.
Weitere Schritte prüfen
Bei schweren Vorfällen rechtlichen Rat, Kündigung, Schadensersatz oder Polizei erwägen.
Typische Verstöße und eine angemessene erste Reaktion
Mobil: Tabelle seitlich wischen.
| Verstoß | Erste Reaktion | Dokumentation |
|---|---|---|
| Ruhestörung | Gespräch führen und auf Ruhezeiten hinweisen | Lärmprotokoll mit Datum, Uhrzeit und Art der Störung |
| Unerlaubtes Rauchen | Verstoß ansprechen und Reinigungsbedarf prüfen | Fotos, Geruchs- oder Reinigungsnachweise und Kommunikation |
| Schaden am Inventar | Schaden sichern, Gast informieren und Kosten klären | Vorher-/Nachher-Fotos, Übergabeprotokoll und Rechnung |
| Starke Verschmutzung | Zusatzreinigung nur nach transparenter Vereinbarung berechnen | Fotos, Reinigungsprotokoll und Rechnung |
| Gewalt, Diebstahl oder Vandalismus | Sicherheit herstellen und gegebenenfalls Polizei einschalten | Beweise sichern, Zeugen erfassen und Vorfall genau protokollieren |
Kurze Dokumentations-Checkliste
- Datum und Uhrzeit notieren
- Verstoß konkret beschreiben
- Fotos von Schäden oder Verschmutzungen sichern
- Zeugen und Aussagen erfassen
- Schriftliche Kommunikation speichern
- Rechnungen und Kostennachweise aufbewahren
Hausrecht, Betreten der Unterkunft und akute Gefahren
Vermietete Räume dürfen nicht beliebig betreten werden. Bei gewöhnlichen Regelverstößen ist der geordnete Weg entscheidend: Gespräch, Dokumentation, Abmahnung und gegebenenfalls rechtliche Schritte. Anders kann es bei akuten Gefahren sein, etwa bei Wasserschaden, Brandgefahr, Gewalt oder einer konkreten Gefahr für Personen.
Bei Unsicherheit sollten Sie Zeugen hinzuziehen und rechtlichen Rat einholen. Verdeckte Überwachung in privaten Räumen ist unzulässig. Auch Kameras in Eingangs- oder Außenbereichen unterliegen rechtlichen Vorgaben.
Schäden, Kaution, Versicherung und Polizei
Sichern und dokumentieren Sie Schäden zuerst. Einheitliche Abläufe sind besonders hilfreich, wenn regelmäßig wechselnde Teams eine Monteurunterkunft für Handwerker in Essen oder eine Unterkunft an einem anderen stark frequentierten Einsatzort nutzen. Prüfen Sie anschließend, ob Kosten über eine Kaution, eine Versicherung oder direkt gegenüber dem Gast geltend gemacht werden können.
Bei vorsätzlicher Beschädigung, Gewalt, Diebstahl oder massiver Bedrohung kann die Polizei erforderlich sein. Eine Anzeige kann außerdem für spätere Schadensersatzforderungen oder eine Kündigung relevant werden.
Freundlich, aber eindeutig
Humor in der Hausordnung gezielt einsetzen
Eine humorvolle Formulierung kann Regeln sympathischer und einprägsamer machen. Sie eignet sich vor allem für Alltagsthemen wie Küche, Müll, Lüften oder allgemeine Rücksichtnahme. Die eigentliche Regel muss trotzdem sofort verständlich bleiben.
Humor passt gut bei
- Küche und Geschirr
- Mülltrennung
- Lüften und Badnutzung
- Allgemeiner Rücksichtnahme
Sachlich bleiben bei
- Brandschutz und Gefahren
- Haftung und Schäden
- Kaution und Kosten
- Rauchverbot und schweren Verstößen
Freundliche Formulierung plus klare Regel
Mobil: Tabelle seitlich wischen.
| Thema | Freundliche Formulierung | Klare Regel |
|---|---|---|
| Ruhezeit | Ab 22 Uhr haben Bohrer, Radios und laute Gespräche Feierabend. | Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr einhalten. |
| Küche | Unsere Pfannen mögen es sauber und trocken im Schrank. | Geschirr und Kochutensilien reinigen und zurückstellen. |
| Müll | Auch Müll fühlt sich im richtigen Behälter am wohlsten. | Müll trennen und in die vorgesehenen Tonnen werfen. |
| Bad | Das Bad freut sich, wenn es nach dem Duschen kurz durchatmen darf. | Nach dem Duschen lüften und Wasserreste entfernen. |
Kurze Sätze und Piktogramme erhöhen die Verständlichkeit
Halten Sie Regeln möglichst auf ein bis zwei Zeilen. Für eine sichtbare Kurzfassung reichen häufig 8 bis 12 zentrale Regeln. Ausführlichere rechtliche Hinweise können zusätzlich in Mietvertrag, AGB oder einer längeren Hausordnung stehen.
Das sollten Sie jetzt tun
Hausordnung erstellen, sichtbar machen und konsequent anwenden
- Wählen Sie 10 bis 15 Regeln aus, die zu Ihrer Unterkunft und Ihren Gästen passen.
- Stimmen Sie die Hausordnung mit Mietvertrag, AGB, Preisen und tatsächlichen Abläufen ab.
- Versenden Sie die Regeln vorab, hängen Sie eine Kurzfassung aus und dokumentieren Sie Verstöße sachlich.
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Unterkunft eintragen
Name, Adresse und Ansprechpartner ergänzen.
Regeln auswählen
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Aktivieren Sie passende Regeln. Jeder Text kann individuell geändert werden.
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-
Nein, eine eigene Hausordnung ist grundsätzlich nicht gesetzlich vorgeschrieben. Für Monteurzimmer, Monteurwohnungen und Ferienunterkünfte ist sie dennoch sehr sinnvoll.
Für Vermieter
Klare Regeln für den Aufenthalt
Die Hausordnung fasst wichtige Regeln zu Ruhezeiten, Reinigung, Rauchen, Besuchern, Parkplätzen und Gemeinschaftsräumen verständlich zusammen.
Gerade bei wechselnden Monteurteams oder Firmenbuchungen schafft eine schriftliche Hausordnung klare Erwartungen und hilft, Streit über vermeintlich selbstverständliche Verhaltensregeln zu vermeiden.
Wichtig: Ein Aushang allein macht die Regeln nicht automatisch zum Vertragsbestandteil. Stellen Sie die Hausordnung möglichst schon vor der Buchung oder spätestens beim Vertragsabschluss zur Verfügung und vereinbaren Sie ihre Geltung nachweisbar. -
Eine gute Hausordnung enthält nur Vorgaben, die zur Unterkunft und zum tatsächlichen Vermietungsablauf passen. Typische Regelungsbereiche sind:
Wichtige Inhalte der Hausordnung
- Ruhezeiten und rücksichtsvolles Verhalten
- Nutzung und Reinigung von Küche, Bad und Gemeinschaftsräumen
- Rauchen, Alkohol, Grillen und offene Flammen
- Besucher, zusätzliche Übernachtungsgäste und Höchstbelegung
- Parkplätze, Firmenfahrzeuge und Zufahrten
- Mülltrennung, WLAN und technische Geräte
- Schäden, Schlüsselverlust, Notfälle und Abreise
Für Monteurteams sind zusätzlich Regeln zu Schichtarbeit, spätem Heimkommen, Arbeitskleidung und der Lagerung von Werkzeug oder Material hilfreich.
Praxis-Tipp: Meist sind 10 bis 15 konkrete Regeln hilfreicher als ein langer Katalog mit allgemeinen Verboten. -
Stellen Sie dem Vertragspartner die Hausordnung vor oder spätestens beim Abschluss des Miet- beziehungsweise Beherbergungsvertrags zur Verfügung.
Verweisen Sie im Vertrag oder in der Buchungsbestätigung ausdrücklich auf das Dokument und ermöglichen Sie dem Mieter, den vollständigen Inhalt zu lesen.
Vertragliche Einbindung
Mögliche Formulierung
„Die beigefügte Hausordnung ist Bestandteil dieser Vereinbarung. Der Vertragspartner bestätigt, sie erhalten und zur Kenntnis genommen zu haben.“
Bei Online-Buchungen
Die Hausordnung kann als PDF oder gut sichtbarer Link bereitgestellt und über eine Checkbox bestätigt werden. Bewahren Sie die Zustimmung zusammen mit den Buchungsunterlagen auf.
Eine geeignete Vertragsgrundlage finden Sie im Mustermietvertrag für Monteurzimmer und Ferienwohnungen.
-
Eine separate Unterschrift jedes einzelnen Gastes ist nicht immer erforderlich. Entscheidend ist zunächst, wer Vertragspartner des Vermieters ist und wie die Hausordnung in die Buchung einbezogen wurde.
Firmenbuchung
Bei einer Firmenbuchung kann beispielsweise das Unternehmen die Hausordnung für das gebuchte Team akzeptieren. Die Firma sollte dann verpflichtet werden, die Regeln an alle untergebrachten Mitarbeiter weiterzugeben.
Direktbuchung
Bei Direktbuchungen, längeren Aufenthalten oder häufig wechselnden Personen kann eine zusätzliche Bestätigung der tatsächlichen Gäste sinnvoll sein.
Dafür eignen sich eine unterschriebene Gästeliste, eine digitale Zustimmung oder eine Empfangsbestätigung beim Check-in.
Praxis-Tipp: Dokumentieren Sie immer, welche Fassung der Hausordnung wann und an wen übermittelt wurde. -
Neue Fassung
Änderungen für künftige Buchungen
Für künftige Buchungen können Sie die Hausordnung jederzeit überarbeiten.
Verwenden Sie ab einem festgelegten Datum nur noch die neue Fassung und geben Sie auf dem Dokument einen Versionsstand oder ein Gültigkeitsdatum an.
Während eines laufenden Aufenthalts
Organisatorische Hinweise oder notwendige Sicherheitsregeln können mitgeteilt werden. Wesentliche Vertragsbedingungen dürfen jedoch nicht ohne Weiteres einseitig verändert werden.
Das betrifft insbesondere neue Gebühren, zusätzliche Reinigungspflichten, nachträgliche Haustierverbote oder erhebliche Einschränkungen bereits zugesagter Nutzungen. Solche Änderungen sollten ausdrücklich mit dem Vertragspartner vereinbart werden.
Empfehlung: Informieren Sie Gäste schriftlich und erklären Sie kurz, ab wann und aus welchem Grund eine Änderung gilt. -
Viele Vermieter legen eine Nachtruhe von 22:00 bis 6:00 Uhr fest. Die passenden Zeiten können jedoch von der Lage der Unterkunft, örtlichen Vorgaben und der Zusammensetzung der Gäste abhängen.
Bei Schichtarbeit reichen starre Uhrzeiten häufig nicht aus. Ergänzen Sie deshalb konkrete Verhaltensregeln:
Für Monteurteams
Rücksicht bei wechselnden Schichten
- Haus- und Zimmertüren leise schließen
- Telefon, Fernseher und Musik nur in Zimmerlautstärke nutzen
- Treppenhäuser und Flure ruhig durchqueren
- Waschmaschine und Küche nachts nur eingeschränkt benutzen
- Auf tagsüber schlafende Kollegen Rücksicht nehmen
- Gespräche nach der Spätschicht nicht vor dem Gebäude führen
Weisen Sie Firmenkunden bereits bei der Buchung darauf hin, wenn verschiedene Schichten gleichzeitig in der Unterkunft untergebracht werden. -
Beschreiben Sie möglichst konkret, in welchem Zustand gemeinsam genutzte Räume hinterlassen werden sollen. Die allgemeine Aufforderung „Bitte sauber halten“ reicht im Alltag häufig nicht aus.
Mobil: Tabelle seitlich wischen.
Bereich Klare Regel für Gäste Küche Geschirr abwaschen, Kochfeld und Arbeitsflächen reinigen, Lebensmittel beschriften und verdorbene Vorräte entsorgen. Bad Haare und Wasserreste entfernen, nach dem Duschen lüften und persönliche Gegenstände wegräumen. Kühlschrank Lebensmittel einem Zimmer oder Team zuordnen und vor der Abreise vollständig entfernen. Gemeinschaftsraum Müll entsorgen, persönliche Gegenstände mitnehmen und Möbel ordentlich zurückstellen. Bei mehreren Teams kann ein Reinigungsplan helfen. Legen Sie dabei klar fest, ob Gäste nur ihren eigenen Bereich oder auch gemeinschaftliche Flächen reinigen sollen.
Wichtig: Regelmäßige Vermieter- oder Reinigungsleistungen dürfen nicht unbemerkt vollständig auf die Gäste übertragen werden. -
Vermieter dürfen die Nutzung ihrer Unterkunft durch klare und verhältnismäßige Regeln gestalten. Dazu können ein Rauchverbot in Innenräumen, ein Verbot offener Flammen, ein Partyverbot oder Vorgaben zum Grillen gehören.
Rauchen
Benennen Sie eindeutig, ob Innenräume rauchfrei sind und wo sich ein erlaubter Raucherbereich befindet.
Alkohol
Regeln gegen übermäßigen Konsum, Ruhestörungen und Gefährdungen sind oft praktikabler als ein pauschales Verbot.
Grillen
Legen Sie Grillplatz, Nutzungszeiten sowie die Entsorgung von Asche und Grillresten fest.
Benennen Sie möglichst genau, was erlaubt und was untersagt ist. Gibt es einen Raucherbereich oder einen festen Grillplatz, sollten Standort, Nutzungszeiten und die Entsorgung von Asche und Zigarettenresten beschrieben werden.
Für besondere Unterkünfte kann ein vollständiges Alkoholverbot vereinbart werden, sofern es den Gästen vor der Buchung klar mitgeteilt wird.
Weitere Hinweise finden Sie im Ratgeber zum Rauchverbot in Monteurzimmern und Ferienwohnungen.
-
Unterscheiden Sie in der Hausordnung zwischen einem kurzfristigen Besuch und einer zusätzlichen Übernachtung. Die Erlaubnis, Besuch zu empfangen, bedeutet nicht automatisch, dass weitere Personen in der Unterkunft schlafen dürfen.
Klare Regeln für Besucher und Übernachtungen
- Besuche müssen die Ruhezeiten und Sicherheitsregeln einhalten.
- Übernachtungen zusätzlicher Personen sind vorher anzumelden.
- Die vereinbarte Höchstbelegung darf nicht überschritten werden.
- Schlüssel und Zugangscodes dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.
- Mögliche Mehrkosten müssen vor der Übernachtung vereinbart werden.
Bei Firmenbuchungen sollte das Unternehmen neue Mitarbeiter, Personenwechsel oder eine veränderte Teamgröße rechtzeitig melden. So können Meldedaten, Bettenzahl, Preis und Versicherungsschutz geprüft werden.
Praxis-Tipp: Verlangen Sie keine pauschale Strafzahlung, sondern vereinbaren Sie transparente Preise und ein klares Meldeverfahren. -
Die Hausordnung darf festlegen, welche alltäglichen Aufgaben Gäste während des Aufenthalts übernehmen. Dazu gehören beispielsweise Geschirrspülen, Müllentsorgung, das Entfernen eigener Lebensmittel oder eine besenreine Rückgabe.
Alltägliche Pflichten
Einfache Aufgaben während des Aufenthalts können verständlich in der Hausordnung geregelt werden.
Kostenpflichtige Leistungen
Eine Endreinigung und Zuschläge für außergewöhnliche Verschmutzungen müssen transparent vereinbart werden.
Eine kostenpflichtige Endreinigung und Zuschläge für außergewöhnliche Verschmutzungen sollten bereits im Angebot, Mietvertrag oder in der Buchungsbestätigung transparent genannt werden. Beschreiben Sie möglichst konkret, wann zusätzliche Kosten entstehen können.
Nicht empfehlenswert
Eine pauschale Zusatzgebühr erst nach der Abreise zu verlangen, obwohl sie vorher weder beziffert noch nachvollziehbar vereinbart wurde.
Dokumentieren Sie starke Verschmutzungen mit Fotos und einer nachvollziehbaren Aufstellung des zusätzlichen Arbeits- oder Reinigungsaufwands.
Weitere Informationen bietet der Ratgeber zur Endreinigung und Preisauszeichnung.
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Brandschutzregeln müssen kurz, eindeutig und auch unter Zeitdruck verständlich sein. Nehmen Sie insbesondere folgende Hinweise auf:
Sicherheit in der Unterkunft
Brandschutz- und Notfallregeln
- Rauchverbot und Verbot offener Flammen
- Flucht- und Rettungswege jederzeit freihalten
- Brandschutztüren nicht blockieren oder offenhalten
- Standorte von Feuerlöschern und Notausgängen
- Notrufnummer 112 und Kontaktdaten des Vermieters
- Verhalten bei Feuer, Gasgeruch, Stromausfall oder Wasserschaden
Wichtige Notfallinformationen sollten nicht nur im langen Regeltext stehen, sondern zusätzlich gut sichtbar in der Unterkunft ausgehängt werden. Bei internationalen Gästen sind Piktogramme und mehrsprachige Kurzhinweise sinnvoll.
Beachten Sie: Eine Hausordnung ersetzt keine vorgeschriebenen Rauchwarnmelder, Feuerlöscher, Rettungswege oder eine erforderliche brandschutzrechtliche Prüfung.Vertiefende Informationen finden Sie im Ratgeber zum Brandschutz in Monteurzimmern und Ferienwohnungen.
-
Reagieren Sie ruhig, nachvollziehbar und entsprechend der Schwere des Verstoßes. Bei gewöhnlichen Regelverletzungen hat sich folgendes Vorgehen bewährt:
1Hinweis geben
Gast oder Firmenansprechpartner auf die konkrete Regel hinweisen.
2Vorfall dokumentieren
Datum, Uhrzeit und mögliche Zeugen festhalten.
3Abhilfe verlangen
Eine klare und angemessene Frist zur Abhilfe setzen.
4Schriftlich abmahnen
Bei einer Wiederholung eine schriftliche Abmahnung aussprechen.
5Weitere Schritte prüfen
Bei erheblichen oder fortgesetzten Verstößen weitere Maßnahmen prüfen.
Eine sofortige Beendigung des Aufenthalts kommt nicht bei jedem Regelverstoß infrage. Entscheidend sind unter anderem die Schwere des Vorfalls, eine mögliche Wiederholung, die Gefährdung anderer Personen und die vertraglichen Vereinbarungen.
Akute Gefahr
Bei Gewalt, Diebstahl, Vandalismus, Feuergefahr oder einer akuten Bedrohung steht die Sicherheit an erster Stelle. Verständigen Sie bei Bedarf Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst.
Weitere Hinweise bietet der Beitrag zum richtigen Umgang mit Verstößen gegen die Hausordnung.
-
Verpflichten Sie Gäste dazu, Schäden, technische Defekte und verlorene Schlüssel unverzüglich zu melden. So können Folgeschäden verhindert und notwendige Reparaturen schneller veranlasst werden.
Schaden erfassen
Bitten Sie um eine kurze Beschreibung und – soweit möglich – um Fotos.
Zustand dokumentieren
Nutzen Sie Inventarliste, Übergabeprotokoll und eigene Aufnahmen vor beziehungsweise nach dem Aufenthalt.
Schlüsselverlust melden
Gäste sollten keine eigenständigen Nachschlüssel anfertigen lassen.
Ob nur ein Ersatzschlüssel oder eine ganze Schließanlage ersetzt werden muss, hängt vom tatsächlichen Sicherheitsrisiko ab.
Wichtig: Gäste haften nicht automatisch für jeden Defekt. Entscheidend ist, wer den Schaden verursacht hat und ob eine Pflichtverletzung nachgewiesen werden kann.Mehr dazu erfahren Sie im Ratgeber zur Haftung bei Schäden in der Unterkunft.
-
Verwenden Sie kurze Sätze, eindeutige Überschriften und möglichst wenig komplizierte Fachsprache. Besonders wichtige Regeln sollten nicht ausschließlich in langen Fließtexten stehen.
Internationale Gäste
Regeln schnell verständlich machen
- Mehrsprachige Fassungen für häufige Gästegruppen
- Piktogramme für Rauchen, Feuer, Müll und Ruhezeiten
- Konkrete Uhrzeiten statt unbestimmter Begriffe
- Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Regeln
- Eine persönliche Einweisung beim Check-in
Senden Sie die Hausordnung möglichst schon vor der Anreise. So kann der Firmenansprechpartner Fragen klären und die Regeln innerhalb des Teams weitergeben.
Empfehlung
Verwenden Sie eine ausführliche deutsche Fassung und ergänzen Sie diese durch kompakte Übersetzungen der sicherheits- und alltagsrelevanten Regeln.
-
Die Hausordnung sollte bereits vor der Buchung einsehbar und während des gesamten Aufenthalts leicht erreichbar sein. Nutzen Sie am besten mehrere Bereitstellungswege:
Vor der Anreise
Versand als PDF mit Angebot oder Buchungsbestätigung
Beim Vertrag
Beilage zum Miet- oder Beherbergungsvertrag
Digital
Ablage in einer digitalen Gästemappe
In der Unterkunft
Aushang im Eingangsbereich, Flur oder Gemeinschaftsraum
Per QR-Code
QR-Code in den Check-in-Unterlagen
Beim Check-in
Kurzer Hinweis bei der Schlüsselübergabe
Notfallnummern, Brandschutzhinweise und zentrale Verhaltensregeln sollten zusätzlich dort sichtbar sein, wo sie benötigt werden. Eine Regel zur Küchennutzung gehört beispielsweise direkt in die Küche.
Praxis-Tipp: Versehen Sie jede Fassung mit einem Datum oder einer Versionsnummer, damit nicht gleichzeitig unterschiedliche Regelwerke verwendet werden. -
Kostenlos für Vermieter
Vorlagen und Hausordnungs-Generator
Ja. Im Artikel stehen kostenlose Hausordnung-Vorlagen in mehreren Sprachen zur Verfügung.
Vermieter können außerdem mit dem DMZ.de Hausordnungs-Generator passende Regeln auswählen, eigene Punkte ergänzen und daraus eine druckfertige PDF erstellen.
Übernehmen Sie eine Vorlage nicht ungeprüft. Entfernen Sie Regeln, die für Ihre Unterkunft nicht gelten, und ergänzen Sie individuelle Angaben zu:
- Name und Adresse der Unterkunft
- Ansprechpartner und Notfallnummern
- Ruhezeiten und Check-out
- Parkplätzen und Gemeinschaftsräumen
- Raucher- oder Grillbereichen
- Gültiger Fassung der Hausordnung
Hinweis: Eine Vorlage erleichtert die praktische Erstellung, ersetzt bei besonderen rechtlichen, baulichen oder betrieblichen Anforderungen jedoch keine individuelle Prüfung.
Dennis Josef Meseg hat Deutschland-Monteurzimmer.de gegründet und vermietete bereits vor mehr als 25 Jahren selbst Unterkünfte an Monteure, Handwerker und Berufsreisende. Aus der täglichen Praxis mit Vermietern, Gästen und Behörden
weiß er, welche Fragen im Alltag wirklich wichtig sind – von Preisen und Steuerfragen bis zu Hausordnung, Reinigung und Check-in. In seinen Ratgeberartikeln verbindet er juristische Grundlagen mit konkreten Beispielen und praxisnahen Tipps,
damit Vermieter und Mieter rechtssicher und fair zusammenarbeiten.
2007 gründete er Deutschland-Monteurzimmer.de. 2008 und 2010 kamen dann Monteurunterkunft.de und Österreich-Monteurzimmer.at hinzu.
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