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Rücktritt von Buchungen für Monteurzimmer
& Ferienwohnungen

Gast X hat als Monteur eine Buchung getätigt und würde davon eigentlich gerne wieder zurücktreten – aber geht das überhaupt? In diesem Artikel erfahren Sie, welche Möglichkeiten als Monteur oder als Gast in einer Ferienwohnung bereitstehen. Außerdem schauen wir uns an, was der Gesetzgeber zu diesem Thema sagt und welche Schlupflöcher es eventuell geben könnte.

Wann ist ein Monteurzimmer oder eine Ferienwohnung gebucht?

Eine verbindliche Buchung findet bei einem Monteurzimmer oder einer Ferienwohnung immer dann statt, wenn ein verbindlicher Beherbergungsvertrag oder ein Gastaufnahmevertrag abgeschlossen wurde. Den Abschluss eines solchen Vertrags definiert der Gesetzgeber als formfrei. In der Praxis kommen vor folgende Varianten am häufigsten vor:

• Schriftlich
Hier kann es sich sowohl um klassische Schriftstücke, also Dokumente in Papierform mit der Unterschrift des Gastes, als auch um elektronische Verträge handelt. Die E-Mail ist ein beliebtes Werkzeug, um Verträge schriftlich, aber elektronisch zu schließen. Welche Variante Sie als Monteur wählen, spielt keine Rolle. Sowohl in Papierform, übermittelt beispielsweise via Post, als auch als E-Mail gilt die Unterkunft dann für den vereinbarten Zeitpunkt als gebucht.

• Mündlich
Hier sind es wieder zwei verbreitete Varianten: Wohnen Sie eventuell in der Nähe des gewünschten Monteurzimmers, können Sie den Vermieter einfach vor Ort besuchen und mit ihm die Buchung vereinbaren. Häufiger wird die Variante per Telefon genutzt: Der Gast ruft an, gibt seine gewünschte Buchung durch und der Betreiber der Unterkunft akzeptiert. Auch damit gilt eine Buchung dann als definitiv.

In der Regel sind beide Varianten zulässig. Einige Vermieter setzen jedoch – wohl aufgrund schlechter Erfahrungen – explizit auf die Schriftform als Buchungsverfahren. Die E-Mail hat sich dann als zuverlässiges Werkzeug etabliert.

Gebucht ist gebucht!

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Sobald einer dieser formlosen Verträge geschlossen wurde, hat der Monteur das Zimmer gebucht. Diese Entscheidung ist ab jetzt fast unumgänglich – und das gilt natürlich in beide Richtungen. Der Gast darf das Zimmer jetzt nicht mehr stornieren (bzw. „darf“ er dies natürlich, doch muss er trotzdem die Kosten für den Zeitraum der Buchung tragen). Diese Regelung gilt allerdings auch für den Vermieter, der nicht mehr vom geschlossenen Vertrag zurücktreten darf. Würde der Vermieter also für den Buchungszeitraum Gäste finden, die eine höhere Miete bezahlen würden, dürfte er dieses Angebot trotzdem nicht wahrnehmen.

Zurücktritt in Ausnahmesituationen

Es ist unter fast keinen Umständen für den Monteur möglich, die Buchung rückgängig zu machen. Beispiele für diese strikte Regelung fallen wie folgt aus:

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Sintflutartige Regenfälle, heftiger Wind, Glatteis bis zum Horizont: Dem Vermieter ist es egal, welche Wetterlage vorliegt. Auch, wenn Sie praktisch keine sichere Möglichkeit haben, den Ort des Monteurzimmers zu erreichen, müssen Sie die Buchung trotzdem ehren und können davon nicht zurücktreten.

• Schwere Krankheit
Sie sind ans Bett gefesselt, liegen vielleicht auch im Krankenhaus und an die Wahrnehmung der Buchung ist nicht zu denken? Das interessiert den Gesetzgeber nicht, bezahlen müssen Sie als potenzieller Gast trotzdem. Auch hier gibt es keine Ausnahmen dieser Regelung.

• Familiäre Angelegenheiten
Es könnte zu Todesfällen innerhalb der Familie kommen, die Ihr sofortiges Handeln erfordern. Auch dann ist jedoch kein Zurücktreten von einer Buchung möglich. Sie müssen die entstehenden Kosten trotzdem bezahlen und können sich nicht auf höhere Gewalt berufen.

Was auf den ersten Blick sehr unfreundlich gegenüber Gästen erscheint, ist praktisch eine Notwendigkeit. Krankheitsfälle ließen sich sonst sehr leicht konstruieren, um so von einer ungewünschten Buchung zurückzutreten. Der Vermieter hat praktisch keine Möglichkeit, die Richtigkeit dieser Angaben zu überprüfen. Die Folge wären Gäste, die einfach in jeder Unterkunft ein Zimmer mieten und am Ende neun von zehn Zimmern stornieren. Der Verwaltungsaufwand für Vermieter wäre immens.

Gütliche Einigung mit dem Vermieter

Die genannten Fälle zeigen, dass ein Rücktritt einseitig fast niemals möglich ist. Allerdings können Sie immer auf den gesunden Menschenverstand des Vermieters hoffen. Beide Parteien können sich auf eine Auflösung des Vertrags einigen, was in der Praxis auch häufig genug vorkommt. Wenn Sie glaubhaft Ihre Problemlage darlegen können und der Vermieter menschlich agiert und nicht nur auf die reinen Mietpreise schaut, werden Sie wahrscheinlich Glück haben.

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Der Vermieter darf in diesem Fall aber dennoch einen kleineren Betrag vom Monteur verlangen: Vom vereinbarten Mietpreis zieht der Vermieter die Aufwendungen ab, die für die Anwesenheit des Gastes angefallen wären (Verpflegung, Gebühren für Fernsehen, Telefon und Internet, Reinigung, Personalkosten und so weiter). Den Restbetrag würde der Gast in diesem Fall weiterhin schulden. Hier gibt es einige Pauschalregelungen, um die Berechnung der Kosten zu vereinfachen:

• 20 % Abzug auf den Mietpreis gibt es für Monteurzimmer, die Übernachtungen inklusive einfachem Frühstück anbieten.

• 30 % Abzug werden dann gewährt, wenn es sich um eine Übernachtungsmöglichkeit inklusive Halbpension handelt.

• 40 % Abzug sieht der Gesetzgeber vor, sobald zur Übernachtung im Monteurzimmer auch noch Vollpension hinzukommt.

• Bei der Vermietung einer kompletten Wohnung sind es 10 %, die vom Mietpreis abgezogen werden.


Wenn auch der Gesetzgeber eigentlich vorschreibt, dass Stornierungen von Buchungen selten möglich sind, sollten Sie es trotzdem einfach versuchen. Im besten Fall sparen Sie eine Menge Geld.

Pauschalgebühren für Stornierungen

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Monteurzimmers stoßen Sie eventuell auf einen Absatz, der auf die Stornogebühren im Fall von Stornierungen hinweist. Darin sind die Gebühren für eine Stornierung sehr genau in Abhängigkeit vom Rücktrittszeitpunkt geregelt. Der Hintergrund dieser Regelung ist simpel:

Wird die stornierte Unterkunft für den gleichen Zeitraum von einem anderen Gast gebucht, muss kein Storno bezahlt werden!

Storniert ein Monteur eine Unterkunft beispielsweise sechs Monate im Voraus, stehen die Chancen gut, dass der Vermieter die Unterkunft für diesen Zeitraum anderweitig vermieten kann. Es würde praktisch kein Schaden entstehen, da der Mietpreis vollständig auf einen anderen Mieter umverteilt wird. Um die Verwaltungskosten für den Vermieter dennoch zu decken, fallen diese Stornogebühren an.

Als Monteur lohnt es sich, nach diesen Zimmern Ausschau zu halten. Sie können erwarten, hier deutliche Einsparungen wahrzunehmen. Aber: Leider ist diese Regelung für den Vermieter nicht verpflichtend. Falls dieser Absatz also nicht in den AGB zu finden ist, können Sie nicht versuchen, sich auf die Stornoregelung zu berufen, da der Vermieter sie einfach nicht anbietet. Dieser Luxus tritt nur dann in Kraft, wenn beide Parteien ausdrücklich zugestimmt haben. Die Zustimmung erfolgt immer, wenn eine Buchung bei dem jeweiligen Monteurzimmer vorgenommen wurde, da durch den Abschluss dieses Vertrags auch die AGB in vollem Umfang akzeptiert werden.

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Wie komme ich aus meinem Vertrag?

Es gibt zwei Methoden, um eine Stornierung bzw. einen bestehenden Mietvertrag zu beenden:

1. Aufsetzen eines zusätzlichen Vertrags
Monteure können, wie bereits zuvor erwähnt, einen Vertrag mit dem Vermieter vereinbaren, der die Aufhebung des Mietvertrags zum Ziel hat. Diese Verträge werden erst dann geschlossen, wenn sich beide Parteien bereits einig sind. Ein Beispiel könnte etwa eine Krankheit sein, die den Monteur mehrere Monate außer Gefecht setzt. Zwar muss der Vermieter der Kündigung nicht zustimmen, er darf es aber. Diese Regelung wird dann in einem Vertrag festgehalten, um Rechtssicherheit zu genießen.

2. Kündigung des Mietvertrags aufgrund von Pflichtverletzung
Beide Parteien können einen Mietvertrag beenden, wenn die jeweils andere Partei ihren Pflichten nicht nachkommt. Beispielsweise könnte der Vermieter die Reinigung nicht durchführen, das Frühstück unterschlagen und mehr. Verhält sich der Vermieter nicht so, wie es vertraglich zugesichert ist, darf der Monteur den Vertrag auflösen. Eine Dokumentation der Vernachlässigung durch den Vermieter ist jedoch angebracht, um eventuell gegenüber späteren rechtlichen Auseinandersetzungen abgesichert zu sein.

Die zweite Möglichkeit lässt sich natürlich nur dann verfolgen, wenn der Monteur bereits zur Miete eingezogen ist. Eine klassische Stornierung einer Buchung ist dies somit nicht.

Stornierung durch höhere Gewalt

Eine bombensichere Lösung, um eine Stornierung durchzusetzen, besteht durch höhere Gewalt. Die Stornierung einer bereits erfolgten Buchung ist möglich, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten, die der Monteur nicht voraussehen konnte und die auch unter Wahrung größter Sorgfalt nicht kalkulierbar waren. Das beste Beispiel sind Naturkatastrophen, die weit über einen einfachen starken Regenfall hinausgehen. Knickt durch einen Sturm ein Baum auf das Auto des Monteurs, sodass dieser nicht mehr rechtzeitig vor Ort erscheinen kann, ist der Mietvertrag hinfällig. Auch menschlich verursachte Verzögerungen wie diverse Verbrechen (Entführung, schwere Körperverletzung, Geiselnahme) sind höhere Gewalt.

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Komplett kostenlos kommt der Monteur aber auch dann nicht aus der Sache heraus: Hat der Vermieter im Voraus bereits Leistungen erbracht (eine Reinigung, ein Austausch defekter Geräte, die Integration von Sonderwünschen in die Ferienwohnung), kann dieser alle Posten in Rechnung stellen. Gleiches gilt aber auch für den Mieter: Im Falle einer bereits getätigten Überweisung in Form einer Vorauszahlung beispielsweise darf der Mieter diese Summe natürlich zurückverlangen. Der Vermieter hat diese auch komplett zu überweisen. Höhere Gewalt ist somit die einzige wirklich sinnvolle Variante, eine Stornierung durchzusetzen (wobei höhere Gewalt aber nicht im Voraus planbar ist).

Stornierung aufgrund von Überbuchung

Während der Hauptsaison kommt es gelegentlich zu Überbuchungen. Als Mieter ist dies eine weitere Möglichkeit, eine Buchung zu stornieren. Dem Vermieter stehen jedoch zwei Optionen offen:

1. Gesetzlich ist der Vermieter zur Bereitstellung von Schadensersatz verpflichtet. Dies wird in den meisten Fällen darauf hinauslaufen, dass der Vermieter ein anderes Monteurzimmer bereitstellen muss. Dies gilt auch dann, wenn jenes Zimmer beispielsweise in einer Unterkunft der Konkurrenz angesiedelt ist. Der Mieter zahlt in jedem Fall nur den ursprünglich vereinbarten Preis, also beispielsweise 1.200 Euro pro Monat. Kostet die neubereitgestellte Wohnung 1.500 Euro, muss der Vermieter die Differenz aus eigener Tasche bezahlen.

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2. Eine weitere Option aus Sicht des Mieters ist es, von der Buchung zurückzutreten. Dies kann der Mieter selbst entscheiden. Da ein Monteur für gewöhnlich aus Arbeitsgründen an den Ort der Unterkunft reist, werden nur wenige Gäste entscheiden, die Buchung komplett zu stornieren.

Der Vermieter ist übrigens nicht dazu verpflichtet, unbedingt eine teurere Wohnung zur Verfügung zu stellen. Es kann sich auch um ein günstigeres Objekt handeln. In diesem Fall würde der Mieter dann auch von diesem günstigeren Preis profitieren. Es ist jedoch Pflicht des Vermieters, ein Monteurzimmer bereitzustellen, das hinsichtlich Ausstattung und Komfort äquivalent mit dem gebuchten Zimmer ist (oder besser, aber nicht schlechter).

Auswahl der Storno-Rechnung

Kommt es zu einer Stornierung des Gastes (wenn der Monteur beispielsweise von seinem in den AGB definierten Rücktrittsrecht Gebrauch macht), hat der Vermieter zwei unterschiedliche Optionen für die Erstellung der Rechnung. Der Unterschied beider Rechnungstypen besteht darin, ob Umsatz- und Mehrwertsteuern ausgewiesen werden oder nicht. Die zwei Rechnungstypen fallen wie folgt aus:

Klassische Stornorechnung oder NoShow-Rechnung?

Die klassische Storno-Rechnung kommt zum Einsatz, wenn der Vermieter dem Gast ein Rücktrittsrecht in den AGB eingeräumt hat. Wie bereits erwähnt, muss der Gast in diesem Fall dennoch einen Teil des Mietpreises zahlen, der in Abhängigkeit vom Komfortniveau innerhalb der Unterkunft erfolgt. Sollte der Mieter von diesem Recht Gebrauch machen und dies auch innerhalb der Frist für den Rücktritt mitteilen, erstellt der Vermieter eine Storno-Rechnung. Hier sind keine zusätzlichen Steuern fällig. Die Storno-Rechnung erzielt einen Wert von 10 bis 40 % des ursprünglichen Mietpreises.

• Eine sogenannte No-Show-Rechnung kommt dann zum Einsatz, wenn der Vermieter entweder kein Rücktrittsrecht in den AGB angegeben hat oder wenn die in den AGB definierten Rücktrittszeiten bereits abgelaufen sind. Die Rechnung, die der Mieter dann erhält, wird inklusive Mehrwertsteuer ausgeschrieben. Den Namen erhält die No-Show-Rechnung daher, dass Mieter gelegentlich ohne Nachricht einfach nicht auftauchen und dem Vermieter dadurch hohe Kosten entstehen. Als Monteur sollten Sie die Ausstellung einer teuren No-Show-Rechnung in jedem Fall vermeiden.

Bei nicht gezahlten Rechnungen enden diese Angelegenheiten in der Regel in den Händen von Anwälten.

Der Zeitpunkt spielt eine Rolle

Mieter eines Monteurzimmers können unter bestimmten Voraussetzungen „straffrei“ aus der Stornierung hervorgehen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist jedoch eine möglichst frühzeitige Stornierung unbedingt notwendig. Wie dies funktioniert, wird anhand eines Beispiels deutlich:

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1. Ein Gast mietet ein Monteurzimmer für einen Zeitraum von zwei Monaten. Die Miete beginnt jedoch erst in sechs Monaten. Kurz nach der Buchung möchte der Gast diese wieder stornieren. Zu diesem Zeitpunkt sind es noch fünf Monate bis zu Beginn des ursprünglich festgelegten Mietzeitraums.

2. Der Vermieter hat durch die frühe Stornierung fünf Monate Zeit, neue Gäste für das Monteurzimmer zu finden. Sollte dies gelingen, muss der ursprüngliche Mieter, der die Buchung storniert hat, keine Kosten tragen (da dem Vermieter auch kein Schaden entstanden ist).

3. Falls eine zeitweilige Vermietung möglich ist – wenn das Monteurzimmer beispielsweise für 60 % der Zeit des ursprünglichen Vertrags vermietet werden kann –, muss der ursprüngliche Mieter die Differenz bezahlen. Kommt es zu einer vollständigen Ausbuchung des Zimmers, fallen hingegen keine Kosten an.

Als Monteur ist es daher unbedingt notwendig, eine Stornierung so früh wie möglich durchzusetzen. Im besten Fall sparen Sie dadurch 100 % der Kosten. Sollten Sie hingegen erst wenige Tage vor Anreisetermin aktiv werden und dann eine Stornierung durchsetzen wollen, sieht es schlecht aus. Wahrscheinlich werden Sie dann die vollen Kosten zu entrichten haben, da der Zeitraum für die Suche nach einem neuen Mieter für den Vermieter einfach zu kurz ist.




Bewertungen für Deutschland-Monteurzimmer.de
eKomi-Bewertung: Ø 4.7 von 5 Sternen aus 140 Stimme(n)
zuletzt aktualisiert: 25.07.2018

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