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Telefonbetrug - Unerlaubte / Unerwünschte Werbeanrufe
Wie kann ich mich als Vermieter vor Telefonbetrügern schützen!?

In den vergangenen Wochen erhielten viele Vermieter dubiose Anrufe. Erfragt wurde bei ihnen ein Eintrag auf dem Vermieterportal www.deutschland-monteurzimmer.de. Tatsächlich wurde ihnen jedoch ein kostenpflichtiges Inserat auf den Vermieterwebseiten von fremden Anbietern verkauft. Wie können sich die Betroffenen gegen ein solches Vorgehen schützen?

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Telefonbetrüger Unerwünschte Werbeanrufe

Betrug per Telefon

Der Straftabestand des Telefonbetrugs ist vermutlich so alt wie das Telefon selbst. Kriminelle sehen darin ein wichtiges Werkzeug, um effizient und weitgehend anonym aufzutreten. So werden unter Nutzung unwahrer Aussagen eben Verträge verkauft, Abonnements angeboten oder Serviceleistungen versprochen. Auch Vermieter kennen diesen lästigen Umstand. Sie rücken vor allem immer dann in den Fokus der Täter, wenn sie auf Webseiten registriert sind, über die sie von Mietern schneller gefunden werden möchten. Die Masche des Betruges ähnelt sich dabei in vielen Fällen: Dem Eigentümer der Immobilie wird unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ein Eintrag auf anderen Portalen im Internet angeboten.

Eine solche Nachfrage an sich ist noch nicht illegal. Selbst eine Verknüpfung mit einem Angebot würde dem Gesetz nicht widersprechen. Dennoch wissen viele Vermieter, wie nervtötend die Anrufe sein können – insbesondere dann, wenn sich der Gesprächspartner nicht abwimmeln lässt, er ein klares „Nein“ nicht akzeptieren möchte oder sein Auftreten einen einschüchternden und vielleicht sogar dominanten Eindruck hinterlässt.

Brisant bei alledem: Häufig erkennt der Vermieter nicht, dass er mit Lügen zum Abschluss eines Vertrages geködert wird. Doch wie kann er dagegen vorgehen, wie lassen sich betrügerische Handlungen per Telefon grundsätzlich ausschließen? Guter Rat muss in solchen Fällen nicht teuer sein.

Vermehrte Straftaten gegen Vermieter

In den vergangenen Monaten verzeichneten die Strafverfolgungsbehörden eine Zunahme solcher Taten des Telefonbetruges, die gegenüber Vermietern vorgenommen werden. Auch hier gleicht sich das Vorgehen in den meisten Sachverhalten: Häufig ist der Eigentümer der Immobilie auf dem Webportal www.deutschland-monteurzimmer.de registriert, um dort von potenziellen Gästen gefunden zu werden. Der Anrufer suggeriert eine Nachfrage zu diesem Eintrag. Oft wird dabei die Zufriedenheit des Vermieters mit dem Inserat überprüft. Im Anschluss wird ihm eine Annonce auf den Webseiten von Drittanbietern offeriert. Namentlich handelt es sich dabei etwa um die Homepages www.dbvz.de oder www.ebvz.de – gegenwärtig existieren aber mehr als 30 bekannte Portale mit vergleichbaren Inhalten.

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Strafrechtlich relevant wird das Vorgehen der Betrüger, da der Vermieter unter Nennung von falschen Angaben – etwa der Dauer oder dem Preis eines Inserats – zum Vertragsschluss überredet wird. In einigen Fällen wurde dem später verdutzten Immobilieneigentümer auch ein neuer Telefonvertrag oder ein Zeitungsabonnement verkauft. Die Gewissheit, einer kriminellen Handlung zum Opfer gefallen zu sein, kommt in der Regel innerhalb weniger Wochen, wenn erstmals die doch horrenden Rechnungen im Briefkasten landen. Erfahrungsgemäß konzentrieren sich die Betrüger dabei auf ältere Vermieter, die nicht selten ihre Rente durch das Anbieten eines freien Zimmers oder einer leeren Wohnung aufbessern möchten.

Der unerlaubte Werbeanruf

Vermieter, die gegen solche Handlungen vorgehen möchten, müssen stets abwägen: Handelt es sich bereits um einen strafrechtlich bedeutsamen Betrugsversuch – oder lediglich um einen vom Gesetz geschützten Werbeanruf? Im letztgenannten Falle müsste der Empfänger des Telefonats zuvor seine Einwilligung dafür erteilt haben, per Anruf über spezielle und für ihn interessante Angebote informiert zu werden.

In der Regel besteht eine solche Zusage nicht, wodurch sich das Telefongespräch juristisch zumindest in einer Grauzone bewegt. Zu hinterfragen wäre bei solchen Sachverhalten zudem, ob schon eine Verkaufsverhandlung gegen den Willen des Angerufenen vorliegt oder ob dieser lediglich über werbende Inhalte informiert wird.

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Bei den gegenwärtig stattfindenden Fällen des Telefonbetruges ähnelt sich das Muster. Der Vermieter wird vordergründig über seine Zufriedenheit mit dem Internetportal www.deutschland-monteurzimmer.de ausgefragt, schließt aber tatsächlich einen Vertrag mit dem Anbieter einer vergleichbaren Webseite ab. Selbst wenn es nicht zur Annahme dieses kostenpflichtigen Angebotes kommen sollte, liegt hier aus rechtlicher Sicht ein unerlaubter Werbeanruf vor. Gegen ihn kann sich der Betroffene wehren, indem er die Telefonnummer für künftige Anrufe bei sich sperren lässt. Empfehlenswert ist zudem eine Anzeige gegen den unbekannten Täter – auch dafür kann die Rufnummer wichtige Dienste leisten. Allerdings sind die Quoten der Aufklärung von Straftaten bei solchen Delikten eher gering.

Die missbräuchliche Verwendung der Telefonnummer

In einigen wenigen Fällen schildern die betroffenen Vermieter, dass sie während des Anrufes mit einem neuen Gesprächsteilnehmer verbunden wurden. Dabei fand die Umleitung auf eine kostenpflichtige Leitung statt, die der Angerufene zu bezahlen habe. Die Rechtsgrundlage einer solchen Forderung wird darin gesehen, dass der Empfänger des Telefonates offen in die Weitervermittlung einwilligt oder – und das kommt häufiger vor – er durch das Drücken einer Taste dem Vorgehen zustimmt. Natürlich wird er in der Regel auch zu dieser Handlung mit falschen Versprechungen geködert. Dennoch könnte ein Nachweis der betrügerischen Handlung bei vergleichbaren Delikten schwerfallen.

Ratsam ist es daher, sich zunächst nicht in ein Gespräch verwickeln zu lassen, das der Vermieter eigentlich gar nicht führen möchte. Er sollte sich stets bewusst darüber sein, dass er den Anrufer und dessen Absichten nicht einschätzen kann – er also nicht weiß, was genau von ihm verlangt wird.

In derartigen Situationen muss darauf verzichtet werden, auf Wunsch des Gesprächspartners einfach eine Taste zu drücken, wenn die Konsequenz dieser Maßnahme nicht eindeutig erläutert wird. Empfehlenswert ist es zudem, sich auf keinerlei Austausch von Fragen und Antworten einzulassen. Insbesondere ein unachtsam geäußertes „Ja“ des Vermieters am Telefon kann bereits einen unerwünschten Vertragsschluss begründen.

Die Kontodaten werden erfragt

Doch es geht noch krimineller: Einige Betroffene berichten, dass der Anrufer explizit – und erneut unter Vorspiegelung falscher Tatsachen – die Kontonummern des Vermieters wissen wollte. Natürlich ist ein solches Vorgehen gesetzlich nicht geschützt. Doch persönliche Daten sollten ohnehin nicht über den Telefonhörer preisgegeben werden. Besonders bösartig ist ein solches Vorgehen immer dann, wenn anhand der Kontodaten das Zustandekommen eines Vertrages suggeriert wird, obwohl der Angerufene diesem nicht ausdrücklich zugestimmt hat. Bekannt sind zudem ähnliche Fälle, bei denen das Erfragen der Kontodaten dem Erstellen eines gegenseitigen Kontraktes dient, der dem Vermieter zum Unterschreiben zugesandt wird. Auch hier ist von einem Betrugsversuch auszugehen.

Telefonbetrüger Unerwünschte Werbeanrufe Kontodaten erfragen

Natürlich sei jedem Betroffenen angeraten, am Telefon nicht über persönliche Daten zu sprechen. Erneut gilt: Ist über den Anrufer und seine Absichten wenig bekannt, sollte strenges Misstrauen ihm gegenüber gewahrt werden. Das ist umso wichtiger, wenn sich während des Gesprächs bereits zeigt, dass der Angerufene in eine bestimmte Richtung gedrängt werden soll. Das Schlechtreden bestehender Verträge und das Anbieten einer neuen Serviceleistung sprechen in der Regel für eine solche Falle, die dem Vermieter ganz bewusst gestellt wird. Fühlt er sich unsicher oder zweifelt er die Rechtmäßigkeit des Telefonates an, sollte er dieses schnellstmöglich und ohne Zusagen beenden.

Wer ist der Anrufer?

Für viele Betroffene mag es leicht sein, einen Betrugsversuch über das Telefon zu entlarven. Das etwas eigenartige Auftreten des Anrufers, der aggressiv-werbende Unterton oder die Widersprüchlichkeit seiner Aussagen sollten eine besondere Vorsicht auslösen. Doch nicht immer wird es dem Angerufenen derart leicht gemacht. Insbesondere ältere Vermieter und Rentner werden schließlich nicht grundlos als Opfer ausgewählt.

Sie gelten in der Regel als leicht zu überzeugen: Oft genügt es, dass der Gesprächsteilnehmer den bisherigen Eintrag auf dem Webportal www.deutschland-monteurzimmer.de unter fadenscheiniger Argumentation angreift und er den Wechsel zu einem Drittanbieter offeriert. Welche Vertragsinhalte damit wirklich akzeptiert werden, stellt sich häufig erst später heraus.

Dabei wäre es vergleichsweise simpel, bereits mit dem beginnenden Telefonat den Namen und die Absichten des Anrufers zu hinterfragen. So sollte in Erfahrung gebracht werden, für welches Unternehmen dieser tätig ist und zu welchem konkreten Zweck er sich mit dem Vermieter in Verbindung setzt. Wer an dieser Stelle den Anruf beendet und um einen späteren Rückruf bittet, kann die Aussagen durch eine Recherche im Internet überprüfen. Oft stellen sich dabei schon Ungereimtheiten ein, die die Annahme weiterer Telefonate nichtig werden lassen. In keinem Falle sollte sich der Betroffene aber in ein Gespräch oder sogar in einen Vertragsabschluss verwickeln lassen.

Betrugsversuche müssen nicht geduldet werden

Wer Opfer eines derartigen Anrufes wird oder diesen noch zu einem frühen Zeitpunkt beendet, muss nicht schweigen. Zunächst einmal ist die Polizei bei vergleichbaren Fällen ein sehr guter Ansprechpartner, um die Rechtmäßigkeit des Erlebten zu hinterfragen. Das geht jedoch nur, wenn der Betroffene möglichst viele Details des Telefonates nennen kann. Neben der Rufnummer des Verdächtigen sollte dessen Name und gegebenenfalls sein Arbeitgeber genannt werden. Auch unscheinbare Besonderheiten können wichtig sein: Sprach der Anrufer mit einem Akzent, welche Gründe für den Wechsel des Vermieterportals gab er an und wie wirkte sein gesamtes Auftreten?

Telefonbetrüger Unerwünschte Werbeanrufe wehren gegen Betrug

Anschließend empfiehlt sich der Kontakt zur Bundesnetzagentur. Sie kann insbesondere beim Sperren der unliebsamen Telefonnummer wichtige Dienste leisten. Wird der Vermieter anschließend weiterhin per Anruf belästigt, können hier sogar empfindliche Bußgelder ausgesprochen werden, die eine Höhe von 50.000 Euro erreichen. Wehrlos ist der Vermieter also nicht, wenn er sich um seine Rechte betrogen fühlt. Er muss nicht akzeptieren, dass ihm ein kostenpflichtiger Vertrag gegen seinen Willen angeboten wird. Zweifelt er hinsichtlich des Vorgehens des Anrufers, so kann ihm gleichfalls der Verbraucherschutz weiterführende Hinweise geben. Erst auf diese Weise ist es möglich, solche Betrugsversuche auch anderen Vermietern bekannt zu machen, um diese zu warnen.

Den Vertrag anfechten

Zumindest strafrechtlich ist es übrigens beinahe unerheblich, ob ein Vertrag zustandegekommen ist. Stets ist von einem Betrug oder doch zumindest von einem Betrugsversuch auszugehen. Wie sieht die Lage aber nach zivilrechtlichen Kriterien aus? Immerhin gilt hier der Grundsatz, dass bestehende Verträge einzuhalten sind.

Das Bürgerliche Gesetzbuch gibt dem Vermieter mit den Paragrafen 119 und 142 aber zwei starke Möglichkeiten in die Hand, den Kontrakt anzufechten. Sollte es sich um einen klar nachweisbaren Betrug handeln, kommt zunächst natürlich § 123 BGB in Betracht, der auf die arglistige Täuschung als Grund zur Unterzeichnung des Vertrages abstellt.

Erfolgt die Täuschung über einen Telefonanruf, so könnte ebenfalls ein Widerruf gegen den Kontrakt gemäß den Regeln des Fernabsatzvertrages in Betracht kommen. Allerdings unterscheidet § 355 BGB lediglich nach Privatpersonen und nach Verbrauchern. Insbesondere bei gewerbsmäßig agierenden Vermietern wäre hier also zu hinterfragen, ob diese rechtliche Möglichkeit überhaupt besteht.

Sollte die Frage aber bejaht werden, so lässt sich der Vertrag innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Abschluss widerrufen. Alle zu diesem Zeitpunkt bereits getätigten Leistungen werden zurückgewährt – sollte bereits die erste Prämie für den Kontrakt gezahlt worden sein, besteht auf ihre Rückzahlung ein rechtlicher Anspruch, der sich gerichtlich durchsetzen lässt.

Die Kontaktdaten löschen lassen

Allerdings haben einige Vermieter in den vergangenen Monaten auch festgestellt, dass ihre Kontaktdaten auf den fremden Portalen selbst nach Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten gegen den Vertrag weiterhin genutzt wurden. Das mag zunächst nicht als Nachteil gelten, immerhin könnte das zu vermietende Zimmer dadurch von potenziellen Gästen schneller gefunden werden. Doch erneut ist die rechtliche Sichtweise zu bevorzugen, dass ein solcher Missbrauch den Wünschen des Vermieters widerspricht – und daher nicht akzeptiert werden muss. Ratsam ist es in diesen Fällen, nicht den Betreiber der Webseite zu kontaktieren und um Löschung der Daten zu bitten. Dieses Vorgehen erweist sich stets als wirkungslos.

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Empfohlen wird dagegen, abermals die Bundesnetzagentur auf das Internetportal hinzuweisen und sie über das dort gepflegte und gesetzlich nicht geschützte Vorgehen zu informieren. In der Regel können auf diesem Wege der Name, die Adresse, die Telefonnummer und andere Daten des Vermieters gelöscht werden. Einem solchen Wunsch wird kostenfrei nachgekommen.

Der Betroffene erhält damit die Sicherheit, über seine Daten individuell zu verfügen. Er sollte die missbräuchliche Nutzung im Internet nicht hinnehmen. Je besser er sich künftig vor Betrugsversuchen über das Telefon schützt, desto weniger muss er aber mit diesen doch recht umfangreichen juristischen Nachwirkungen rechnen.


Externe Informationsquellen zu diesem Thema:






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zuletzt aktualisiert: 20.05.2018

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