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Umsatzsteuer/ Mehrwertsteuer (MwSt.) bei Monteurzimmern: Informationen zur Umsatzsteuer bei der Vermietung von Monteurzimmern

Die Vermietung von Monteurzimmern ist grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig. Wie bei allen Regelungen gibt es auch hier Sonderfälle und Ausnahmen. Dabei spielt vor allem Ihr jährliches Einkommen als Vermieter eine Rolle. Aber passen Sie auf: Trotz möglicher Befreiung von der Umsatzsteuer kann es für Sie Vorteile haben, sie trotzdem freiwillig abzuführen. Alle wichtigen Eckdaten zur Umsatzsteuer erfahren Sie hier.

Umsatzsteuer Mehrwertsteuer MwSt. UsSt.

Muss ich für meine Ferienwohnung/ Monteurzimmer/ Monteurwohnung Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer; MwSt.) an das Finanzamt bezahlen?

Bei der Vermietung von Monteurzimmern oder Monteurwohnungen gibt es für alle Vermieter/innen viele rechtliche Aspekte zu beachten. So auch die Tatsache, dass eine kurzfristige Vermietung bzw. Untervermietung von Schlaf- und Wohnräumen nach § 4 Nr. 12 Satz 2 UStG (Umsatzsteuergesetz) umsatzsteuerpflichtig ist.


Umsatzsteuer für Monteurzimmer: Wann muss ich zahlen?

Von der Umsatzsteuer befreit sind lediglich private Wohnungsvermieter/innen, die unter die Kleinunternehmerregelung des § 19 Abs. 1 UStG fallen: Diese besagt, dass die Umsatzsteuer bei „Bruttoumsätzen bis 17.500 Euro im Vorjahr und voraussichtlich 50.000 Euro im laufenden Kalenderjahr“ nicht fällig ist.

Wichtig: Fügen Sie Ihren Rechnungen ohne Umsatzsteuer den Passus: "Ohne MwSt. laut §19 Abs. 1 UStG. (Kleingewerbe)" hinzu.


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Berücksichtigen Sie dabei allerdings, dass mit diesen Umsatzgrenzen Ihr Gesamtumsatz als Vermieters gemeint ist. Das bedeutet: Die Umsätze aus Ihrer Vermieter-Tätigkeit werden mit den Umsätzen aus weiteren unternehmerischen Aktivitäten zusammengerechnet. Dadurch kann es passieren, dass Sie die Kleinunternehmerregelung nicht geltend machen können.

Überschreiten Sie als Vermieter die genannten Umsatzgrenzen nicht, haben Sie nach § 19 Abs. 2 UStG trotzdem die Möglichkeit freiwillig auf die Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung zu verzichten. Dafür müssen Sie die Umsatzsteuer nach den allgemein geltenden Vorschriften des UStG in der Umsatzsteuer-Voranmeldung oder in der Umsatzsteuer-Erklärung angeben.

Liegen Sie als Vermieter mit Ihren Gesamtumsätzen über der Maximal-Grenze oder verzichten Sie er auf die Kleinunternehmerregelung, so gilt nach § 12 Abs. 2 Nr. 11 UStG der seit 2010 gesenkte „Umsatzsteuersatz für Beherbergungsleistungen“ von 7 %. Dieser Umsatzsteuersatz, auch „Hotelsteuer“ genannt, gilt für eine kurzfristige Vermietung von Wohnräumen an Fremde bis zu sechs Monaten. Davon betroffen sind Beherbergungen dieser Art in Ferienwohnungen, Pensionen, aber auch in klassischen Hotels.

Der gesenkte Umsatzsteuersatz betrifft lediglich die unmittelbare Beherbergung. Weitere Leistungen, wie folgende, sind davon ausgeschlossen:

  • Nutzung von TV / Fernsehen
  • Verpflegung (zum Beispiel Frühstück)
  • Wellness-Angebote (zum Beispiel Massagen)
  • Sonstige Pauschalangebote
  • Zugang zu Kommunikationsnetzen
  • Minibar
  • Nutzung von Tagungsräumen

Großer Nachteil für die Mieter ist die Tatsache, dass durch den Umsatzsteuersatz, den Sie als Vermieter zahlen, die Leistung für den privaten Endverbraucher automatisch teurer wird. Von Vorteil für Sie ist allerdings, dass Sie dadurch ein Recht auf Vorsteuerabzug haben. So dürfen Sie beispielsweise bei der Anschaffung von Möbeln für die Einrichtung Ihres Monteurzimmers die Vorsteuer direkt abziehen.

Für Leistungen der Verpachtung und Vermietung von Wohn- und Gewerberäumen sowie Grundstücken wird nach dem UStG grundsätzlich keine Umsatzsteuer berechnet – jedoch gibt es auch hier laut Gesetz Ausnahmen, auf die wir an dieser Stelle aber nicht weiter eingehen.




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zuletzt aktualisiert: 25.07.2018

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