Work Safe 2016 Deutschland Monteurzimmer
Artikel drucken / herunterladen

Der Wohncontainer – Unterkunft und Komfort für Monteure

Firmen, die im Baugewerbe tätig sind, müssen häufig überregional denken. Denn nicht immer ist es möglich, im nahen Umkreis an Aufträge zu gelangen. So werden die eigenen Angestellten schon einmal viele einhundert Kilometer durch das Land geschickt, um einen lukrativen Job zu erledigen. Doch neben allen Vorteilen liegt für das Unternehmen darin auch ein Kostenfaktor. Schließlich müssen Unterkünfte angemietet werden, die selbst im unteren Preissegment zunächst eine Investition darstellen. Immer häufiger wird daher auf Wohncontainer zurückgegriffen. Sie lassen sich ganz den individuellen Wünschen und Bedürfnissen anpassen, können mehrere Jahre lang verwendet werden und erlauben den Zusammenschluss mit Büro- oder Sanitätcontainern.

Zurück zur Übersicht
Wohncontainer Container Monteurzimmer Unterkunft Monteure

Installation Wohncontainer

Wohn-Module / Modulares Wohnen

Was ist ein Wohncontainer?

Infrage kommen somit Container, die meist einen rechteckigen Grundriss aufweisen. Sie sind aus Stahl gefertigt und können per Bahn, mit dem Schiff oder einem Lastkraftwagen an jeden beliebigen Ort transportiert werden. Im Innenbereich ist der Container mit einem, seltener dagegen mit zwei Räumlichkeiten versehen. Im Regelfall befinden sich hier die Betten für die Angestellten. Auch Tische, Schränke oder andere Möbel können genutzt werden, um den Lebens- und Wohnkomfort möglichst hoch zu gestalten. Das gelingt vor allem dadurch, dass luxuriös ausgestattete Modelle sogar eine eigene Küchennische besitzen, in der die Anwesenden für ihr leibliches Wohl sorgen – und somit in der Lage sind, beinahe autark und unabhängig von Dritten zu agieren. Der Wohncontainer ist also Unterkunft und Schlafdomizil, Ort zur Aufbewahrung der persönlichen Habe und Verpflegungsstelle. Und dabei lässt er sich individueller gestalten, als das in jedem Hotelzimmer möglich wäre.

Wie ist die sanitäre Situation beschaffen?

Neben den genannten Eigenschaften kann ein Wohncontainer auch mit einer Toilette sowie einem Waschbecken versehen sein. Das gilt allerdings nicht für alle Varianten, da in solchen Fällen immer auch ein Anschluss sowie ein Abfluss für das Wasser gelegt werden müsste. Werden – etwa auf Großbaustellen – mehrere Container genutzt, so empfiehlt es sich also, einen eigenen Sanitärcontainer anzugliedern. Er ist neben dem Toiletten- und Waschbereich auch mit einer Duschzeile versehen, in der für Sauberkeit und Hygiene unter den Arbeitern gesorgt ist. Allerdings können sich die durchschnittlichen Kosten, die sich für einen herkömmlichen Container im Bereich der 2.000 bis 3.000 Euro bewegen, mit einem solchen Nassraum durchaus auf 5.000 Euro erhöhen. Dennoch dürften sich auch solche Ausgaben bei langfristigem Gebrauch im Vergleich zum Hotelzimmer rechnen. Zumal derartige Aufbauten in ihrer Nutzungsdauer weitgehend unbeschränkt sind und somit mehrere Jahrzehnte verwendet werden können.

Wie erfolgt der Zusammenschluss mit anderen Containern?

Ein solcher Wohncontainer kann jederzeit um weitere Anbauten ergänzt werden. Neben dem Sanitärbereich wäre dafür etwa ein Bürocontainer zu nennen, von dem aus alle anfallen Arbeiten der Koordination, der Buchhaltung, der Bauleitung und ähnliche Aufgaben wahrgenommen werden können. Das Zusammensetzen der einzelnen Modelle erfolgt dabei gewissermaßen im Steckkastenprinzip. Die Container werden aneinander sowie gegebenenfalls auch übereinander postiert, können anschließend durch bereits vorhandene Verschlusssysteme miteinander verbunden werden und stehen damit gegen alle äußeren Einflüsse optimal gesichert. Zudem ist sogar das Verlegen von Rohren und Wärmeleitungen möglich, sodass etwa ein zentrales Heiz- oder Wassermodul von allen Containern genutzt werden kann. Das ist nicht zuletzt dann wichtig, wenn die Bauarbeiten in den kalten Monaten durchgeführt werden müssen und es den Monteuren nicht an Wärme und Komfort fehlen soll.

Sind die Container mit eigenen Zugängen verbunden?

Frühere Baucontainer besaßen das Problem, dass sie lediglich von außen durch eine Tür betreten werden konnten. Damit war es meist schwierig, in der kalten Jahreszeit aus dem warmen Wohnbereich in den Sanitärcontainer zu gelangen oder bei der morgendlichen Zusammenkunft das Büro erst über Umwege zu erreichen. Moderne Systeme stellen hingegen darauf ab, dass auch im Verbund der Einbau von Türen und sonstigen Öffnungen möglich ist. Die Container präsentieren sich damit wie ein festes Gebäude, das im Innenbereich über Zugänge oder sogar Treppen verfügt. Allerdings müssen die Modelle bereits beim Kauf über derartige Anschlüsse verfügen. Das nachträgliche Einsetzen der Türen ist vielfach nicht möglich, da jeder neue Durchstoß einer Wand immer auch die sorgfältig geplante Statik eines Containers verändern würde. Wer seine Arbeiter häufiger auf Montage schickt, sollte daher eher ein Verbundsystem erwerben, statt einzelne Unterkünfte aneinanderzustellen.

Wo werden die Baucontainer platziert?

Unterkunft für Monteure in Wohncontainern

Natürlich ist es notwendig, auch bei der Unterkunft möglichst kurze Wege einzuhalten. Denn die Monteure, die nach erfülltem Tagewerk müde und hungrig sind, sollen innerhalb kürzester Zeit ihre Räumlichkeiten erreichen können. Gleiches gilt für den Bürocontainer, der idealerweise in unmittelbarer Nähe der Arbeitsstätte postiert ist.

Meist ist es möglich, das Areal der Baustelle zu nutzen und die Container hier abzustellen. Sollte das einmal nicht durchführbar sein, so wird bei der Verwaltung der Stadt oder Kommune nach Ausweichmöglichkeiten gefragt. Üblicherweise können dabei Standplätze vermittelt werden, die innerhalb weniger Minuten mit dem Auto oder sogar zu Fuß zu erreichen sind. Dafür wiederum kann eine Abgabe an die Behörde fällig werden, die sich ihre verfügbaren Freiflächen in solchen Fällen mit einem geringen Obulus entgelten lässt. Wichtig dabei ist es jedoch, Einkaufscenter, Dienstleister und gegebenenfalls auch Ärzte im nahen Umkreis vorzufinden.

Benötigt der Wohncontainer ein festes Fundament?

Wohncontainer für Monteure Mudulbauweise Monteurzimmer

Eine weitere Frage bei der Platzierung stellt sich vor allem für solche Container, die übereinander zum Stehen kommen oder die dank verstärkter Außenwände ein erhöhtes Eigengewicht aufweisen. Üblicherweise können die meisten Modelle auf einem ebenen und festen Untergrund positioniert werden. Erst in besonderen Fällen ist es aufgrund des hohen Gewichtes erforderlich, auf dem Stellplatz ein Fundament einzuplanen.

Ist ungewiss, ob der Container ein solches benötigt, so sollte der Kontakt zur Leitung der Baustelle oder sogar zur Baubehörde der jeweiligen Stadt hergestellt werden. Kommt es anderenfalls zu Unfällen mit Sach- oder Personenschäden, wäre die Frage der Haftbarkeit zu beantworten. Ratsam ist es daher, beim Aufstellen der Container keinerlei Risiken einzugehen sowie immer auch die Beschaffenheit und die Tücken des gewählten Untergrundes sehr streng zu betrachten.

Ist für die Wohncontainer eine Maßanfertigung denkbar?

Firmen, die ihre Aufträge häufiger fern der Heimat verrichten, kennen das Problem: Auf jeder Baustelle werden neue Gegebenheiten vorgefunden. Damit ist zunächst immer etwas Zeit erforderlich, um sich einzuleben. Besser wäre es in solchen Fällen, nicht alleine auf eine feste Belegschaft zu setzen, die stets genau weiß, welcher Arbeitsteilung sie unterliegt. Ebenso können auch eigens angefertigte Baucontainer und ganze Systeme derselben erworben werden. Dabei ist es möglich, etwa die Einrichtung bereits im Vorfeld zu planen, die Organisation von Treppen, Fenstern und Türen vorzunehmen oder sogar die Anschlüsse für die Steckdosen sowie die Lampen individuell zu gestalteten. Auf diese Weise lässt sich eine Unterkunft aufbauen, die von den Monteuren immer wieder bezogen wird. So erhält etwa jeder Arbeiter seinen eigenen Aufenthalts- und Ruheraum, wodurch er sich nach kurzer Zeit heimisch fühlen wird.

Sind die Wohncontainer gegen alle Wetterbedingungen geschützt?

Schiff mit Containern Hafen

Ein weiteres Manko früherer Modelle lag darin, dass gerade in den kalten Monaten das Aufheizen der Räume nur schwerlich gelang. Ebenso konnte der unbehandelte Stahl auf nassem Boden schnell einmal zu Rostablagerungen neigen – bildeten sich an den betroffenen Stellen kleine Risse oder sogar Löcher, so war dem Komfort der Bewohner nicht eben gedient. Moderne Ausführungen kennen diese Probleme hingegen nicht. So sind die Außenwände nicht alleine robust gefertigt, sondern stets auch mit speziellen Legierungen – etwa aus Zink – versehen, um einen Einbruch von Feuchtigkeit zu vermeiden. Im Innenbereich können zudem isolierende Elemente und Wandverkleidungen angebracht werden, wodurch sich die Durchschnittstemperatur in den Zimmern häufig in einem angenehmen Bereich bewegt. Durch einzeln genutzte oder zentral angelegte Heizsysteme ist das Beziehen der Räume aber sogar bei strengen Minusgraden kein Hindernis – in ihnen herrscht eine wohlige Wärme.

Bieten die Baucontainer auch einen Schutz gegen laute Geräusche?

Wer sich schon einmal auf einer Baustelle bewegt hat, weiß um die ohrenbetäubende Lärmkulisse, die dort entstehen kann. Und das nicht selten nur am Tage – mitunter wird in die Abendstunden hineingearbeitet. Monteure, die sich bereits im Feierabend befinden, die eventuell krank sind oder die lediglich ihre Pause genießen wollen, könnten das als Störung empfinden. Viele der heute verfügbaren Baucontainer sind aber so gestaltet, dass sich unter der Decke, in den Zwischenwänden sowie unter dem Fußboden ein hocheffizienter Schallschutz befindet. Damit werden einerseits alle akustischen Einflüsse von außen sehr stark gedämpft. Andererseits muss nicht befürchtet werden, die Trittgeräusche anderer Bewohner wahrzunehmen. Jeder Wohncontainer weist bei geschlossenen Türen und Fenstern lediglich einen sehr geringen Lautstärkepegel auf, der das Ausruhen und Schlafen jederzeit ermöglicht. Gleiches gilt für den Bürocontainer, in dem die sensiblen Gespräche nicht gestört werden.

Können die Container auch gemietet werden?

Die bereits genannten Kosten von 2.000 bis 5.000 Euro für einen solchen Wohncontainer können insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen trotz aller Vorteile natürlich eine hohe Investition darstellen. Wer derartige Preise nicht bezahlen möchte, für den empfiehlt sich die Leihe solcher Container. Denn diese können im gebrauchten Zustand für einen bestimmten Zeitraum kostengünstig genutzt werden. Auch damit ist vielfach ein geringerer finanzieller Aufwand verbunden, als wenn die Monteure in Hotelzimmern oder ähnlichen Unterkünften beherbergt würden. Für den Bauunternehmer entfällt damit zugleich die Notwendigkeit, die Container nach ihrem Gebrauch bis zum nächsten Einsatz zu lagern – denn auch diese Stellplätze besitzen einen hohen wirtschaftlichen Wert, den sich nicht jede Firma leisten kann. Es ist somit beim Bezug der neuen Baustelle nicht notwendig, die Baucontainer vollständig zu erwerben. Eine Leihe stellt nicht selten eine günstigere Option dar.




Bewertungen für Deutschland-Monteurzimmer.de
eKomi-Bewertung: Ø 4.7 von 5 Sternen aus 601 Stimme(n)
zuletzt aktualisiert: 08.11.2017

4,6 Sterne Bewertung

feedback feedback