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Wohnen auf Zeit bietet berufliche und private Flexibilität

Wohnen auf Zeit ist eine immer häufiger genutzte Alternative zur unbefristeten Miete. Die Vermieter sind entweder Privatpersonen, die sich auf diese Weise ein Nebeneinkommen erwirtschaften, oder Betriebe, die werkseigene Wohnungen an Betriebsfremde überlassen. Die nach einer komplett möblierten Ein- oder Zweizimmerwohnung Suchenden haben diverse Gründe für das Wohnen auf Zeit. Es handelt sich meist im Menschen, die in der jeweiligen Stadt Arbeit gefunden haben oder beruflich zwischen zwei Betriebsstätten pendeln und denen ein Aufenthalt im Hotel zu teuer und zu unbequem ist. Kleinere, einfach eingerichtete Wohnungen werden meist von Studenten oder in Trennung lebenden Personen genutzt.

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Wohnen auf Zeit Schlüsselübergabe

Da die Mietobjekte vollständig eingerichtet sind, können sie sofort bezogen werden. Qualität und Umfang der Wohnungsausstattung richten sich meist nach dem Mietpreis. Normalerweise ist das befristete Wohnen an die ortsübliche Vergleichsmiete angepasst. Für die Möblierung wird jedoch oft ein Zuschlag in Rechnung gestellt. Ansonsten ist der Mietpreis ein Pauschalbetrag, in dem sämtliche Nebenkosten bereits enthalten sind. Da der Nutzer die Räume inklusive Inventar übernimmt, sind beide Vertragsparteien verpflichtet, zu Beginn und Ende des Mietverhältnisses zu überprüfen, ob alle Haushaltsgegenstände und Möbel noch vorhanden und in unversehrtem Zustand sind. Für die schriftliche Abfassung des Mietvertrages gelten die für die normale Wohnungsmiete gültigen, aber auch zusätzliche gesetzliche Vorgaben.

Was ist Wohnen auf Zeit?

Wohnen auf Zeit ist die befristete Vermietung von Wohnungen an Personen, die das Mietobjekt nicht dauerhaft benötigen. Das sind beispielsweise Arbeitnehmer, Berufspendler, Studenten und Personen, die aus privaten Gründen schnell eine Unterkunft brauchen, für die aber eine Hotelbuchung nicht infrage kommt. Die Wohnung ist komplett möbliert und mit Wäsche und Hausrat ausgestattet, sodass der Mieter sofort einziehen kann. In Großstädten nennt man die möblierten Zimmer oft Business Apartments. Die Dauer der Anmietung liegt zwischen mehreren Monaten und einem Jahr. Das innovative Wohnkonzept entstand vor mehr als 25 Jahren aus dem sogenannten Mitwohnen. In der Anfangszeit waren die Mieter ausschließlich Studenten, denen man einfach ausgestattete Zimmer anbot. Heute sind die Ansprüche an das möblierte Wohnen so unterschiedlich wie die Gründe der Mieter, die sich dafür entscheiden.

Wohnen auf Zeit Idee Geistesblitz

Betrifft das Wohnen auf Zeit den Urlaubsort, bezeichnet man es als Timesharing: Der Urlauber mietet sich dieselbe Ferienwohnung für eine bestimmte Zeitdauer pro Jahr. Sie ist ebenfalls vollständig eingerichtet und befindet sich in einer Ferienwohnanlage oder einem Hotel. Der Zeitmietvertrag betrifft immer dasselbe Apartment und wird oft für mindestens 20 Jahre abgeschlossen.

Gründe für das Wohnen auf Zeit

Der größte Teil der Mieter sind Menschen, die aus beruflichen Gründen (Arbeitsplatzwechsel) schnell in die jeweilige Stadt übersiedeln müssen und daher keine Zeit haben, sich vor Ort nach einer geeigneten Wohnung umzuschauen. Von der Übergangswohnung aus suchen sie sich dann eine dauerhafte Wohnung. Andere Mieter sind Berufspendler oder Arbeitnehmer, die dort eine befristete Arbeit antreten. Auch private Gründe können maßgebend sein: Trennen sich Lebenspartner, benötigt der eine schnell eine neue Bleibe. Personen, die einen Angehörigen in der anderen Stadt pflegen, haben auch oft keine Zeit, sich eine geeignete Wohnung zu suchen.

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Außerdem findet man Menschen, deren Wohnungen saniert werden, und Studenten, die ein fernab ihrer Heimat-Universität ein Praktikum absolvieren, in möblierten Apartments. Das temporäre Wohnen spart Kosten und erhöht die berufliche Mobilität. Außerdem muss sich der Mieter nicht um lästige bürokratische Vorgänge wie das Anmelden der Stromversorgung kümmern und hat trotzdem eine komfortable Unterkunft. Feriengäste, die das Timesharing-Modell nutzen, wissen bereits, dass sie jedes Jahr zu derselben Zeit an demselben Ort Ferien machen, weil es ihnen dort sehr gut gefällt. Sie schließen den festen Vertrag ab, damit ihr Feriendomizil nicht belegt ist, wenn sie dort ankommen.

Wie findet man Wohnen auf Zeit?

Menschen, die auf der Suche nach einem befristeten Mietverhältnis sind, werden auf speziellen, meist kostenfrei nutzbaren Wohnen-auf-Zeit-Portalen im Internet fündig. Wer keine Zeit für die Online-Suche hat, nimmt die Dienste eines professionellen Vermittlers in Anspruch. Er zahlt der Agentur die vereinbarte Provision und erhält dann die gewünschten Angebote für sein Wohnen auf Zeit.

Wie sind die möblierten Zimmer eingerichtet?

Die Wohnungseinrichtungen sind je nach Mietpreis einfach bis sehr hochwertig. Die Grundausstattung ist standardmäßig vorhanden. Wer bereit ist, mehr in sein temporäres Wohnen zu investieren, genießt natürlich auch höheren Komfort. Manche Vermieter erlauben sogar das Mitbringen einiger Lieblingsmöbel. Die modern und komfortabel eingerichteten Ein- oder Zweizimmerwohnungen haben ein TV- und Radiogerät.

Wohnen auf Zeit Einrichtung

Außerdem findet der Mieter dort Bettwäsche, Handtücher und Hausrat vor. Hübsche Dekorationsobjekte machen die Räume noch wohnlicher. Vom Ausstattungsumfang her ähneln die befristet genutzten Apartments Ferien-Wohnungen. Im Normalfall ist auch ein W-LAN-Anschluss vorhanden. Einzimmerwohnungen der untersten Preiskategorie erinnern an Zimmer in Studentenwohnheimen mit gemeinsamer Bad- und Küchenbenutzung.

Wie teuer ist das befristete Wohnen?

Der Mietpreis des Wohnens auf Zeit wird auf Basis der ortsüblichen Vergleichsmiete berechnet. Der Vermieter darf außerdem für die vorhandene komplette Möblierung einen Zuschlag verlangen. Die Miete enthält im Regelfall alle Nebenkosten. Beim Timesharing ist der Anbieter völlig frei in Bezug auf die Mietpreis-Gestaltung. Dieser variiert dementsprechend je nach Lage, Vertragslaufzeit und Qualität der Ausstattung. Außerdem spielen die Dauer der jährlichen Nutzung und die gewählte Reisezeit (Hauptsaison, Nebensaison) eine Rolle. Zur Kaltmiete kommen noch Nebenkosten wie anteilige Unterhaltskosten hinzu.

Worauf man beim Wohnen auf Zeit unbedingt achten sollte

Basis des befristeten Wohnens ist wie bei dauerhaften Mietverhältnissen der Mietvertrag. Er beinhaltet außer den Angaben zur Person des Mieters noch Meldeadresse, Personalausweis- oder Reisepass-Nummer sowie

  • die Dauer des Mietverhältnisses in Monaten
  • das Datum des Einzugs
  • den Termin des Auszugs
  • die Mindestmietdauer (optional)
  • den konkreten Grund für die Befristung der Miete entsprechend BGB
  • den monatlichen Mietpreis
  • den Mietzuschlag für die Möblierung
  • Angaben zur Mietkaution
  • das Übergabeprotokoll
  • die Inventarliste

Die Kosten für Wasser, Strom, Heizung, TV- und Internetnutzung sind normalerweise im Mietpreis enthalten. Für die Möblierung wird ein Zuschlag von meist 2 % des Zeitwerts der Möbel berechnet. Besteht der Vermieter auf Barzahlung der Mietkaution, was meist der Fall ist, händigt er dem Mieter eine Quittung darüber aus. Wohnt er nicht selbst am Ort des befristeten Wohnens, sollte er seinem Mieter unbedingt Ansprechpartner für Notfälle (Hausmeister, Hausverwaltung) nennen. So können mögliche Heizungsausfälle im Winter und Havarien schnell behoben werden. Außerdem hat der Mieter den Ansprechpartner schnellstmöglich zu informieren, wenn er Schäden am Inventar verursacht.

Das im Mietvertrag festgehaltene Mietverhältnis basiert auf § 575 BGB und endet durch Zeitlauf (Auszugsdatum) oder in speziellen Fällen durch eine fristlose Kündigung. Ordentliche Kündigungen sind während der Mietdauer weder auf Vermieter- noch auf Mieter-Seite möglich. Der Mieter hat grundsätzlich keinen Anspruch auf Vertragsverlängerung. Das befristete Wohnen bedarf laut § 126 BGB eines schriftlichen Vertrages. Außerdem muss der Zeit-Mietvertrag konkrete, seitens des Vermieters vorliegende Gründe für die genannte Befristung enthalten. Das sind nach § 575 Abs. 1 Nr. 1-3 die eigene Nutzung (Eigenbedarf), dringend erforderliche Baumaßnahmen (Abriss, umfassende Sanierung) oder ein betrieblicher Bedarf (Werkswohnungen). In diesem Fall plant der Unternehmer-Vermieter, die befristet überlassene Betriebswohnung später wieder an einen seiner Mitarbeiter zu vermieten. Gibt der Vermieter im Mietvertrag keinen dieser gesetzlich erlaubten Befristungsgründe an oder ist ein solcher gar nicht erst im Vertrag enthalten, gilt der Vertrag über das Wohnen auf Zeit als unbefristete Miete. Wer vorhat, eine Wohnung für temporäres Wohnen zur Verfügung zu stellen, findet im Internet auf spezialisierten Wohnen-auf-Zeit-Portalen juristisch geprüfte Mietverträge zum Download.

Wohnen auf Zeit Mietvertrag

Die erste Monatsmiete und die vereinbarte Kaution sind spätestens bei Übergabe der Räumlichkeiten zu zahlen. Besichtigt der Interessent die angebotene Wohnung zuvor nicht, gilt die seit dem 13. Juni 2014 gültige Regelung: Unternehmer-Vermieter, die entweder persönlich oder über eine Hausverwaltung Wohnungen befristet an private Verbraucher überlassen, müssen letzteren ein 14-tägiges Widerrufsrecht einräumen. Diese Widerrufsbelehrung muss explizit im Mietvertrag formuliert sein. Sollte das nicht der Fall sein, verlängert sich das Widerrufsrecht automatisch um ein Jahr.

Die Wohnungsübergabe erfolgt beim Wohnen auf Zeit zu Beginn und am Ende des kurzzeitigen Wohnens und entspricht prinzipiell dem üblichen Prozedere. Dabei gehen die beiden Vertragsparteien jedoch noch zusätzlich die Inventarliste gemeinsam durch. Die Möbel sind darin einzeln aufgeführt, Töpfe und Teller jedoch oft unter der Kategorie Geschirr zusammengefasst. Teure Objekte wie Fernsehgeräte werden noch durch die Angabe des Fabrikats ergänzt. Bei höherwertigem Hausrat sollte der Vermieter die Haushaltsgegenstände unbedingt einzeln und mit ihrer Anzahl aufführen.

Alle zum Mietvertrag gehörenden Unterlagen werden in zweifacher Ausführung erstellt und von beiden Vertragsparteien unterschrieben. Dann erhält der Mieter die für ihn bestimmten Exemplare. Bei der Rückgabe der Wohnung kontrollieren Vermieter und Mieter alle Möbel und Inventar-Teile gemeinsam auf Vollständigkeit und möglicherweise vorhandene Schäden. Doch Vorsicht: Es ist unzulässig, den Mieter zum Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung zu überreden oder eine derartige Klausel in den befristeten Mietvertrag einzubauen. Kommt es zu Schäden und hat der Mieter keine Versicherung, kann der Vermieter sie mit der Kautionssumme verrechnen.

Bewertungen für Deutschland-Monteurzimmer.de
eKomi-Bewertung: Ø 4.7 von 5 Sternen aus 140 Stimme(n)
zuletzt aktualisiert: 25.07.2018

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