Reiserücktrittsversicherung

Reiseabbruchversicherung bei der Buchung von Monteurzimmer und Monteurwohnungen

Die Reiserücktrittsversicherung, umgangssprachlich als Reiserücktrittskostenversicherung, abgekürzt RRV oder als Reisestornoversicherung bekannt, ist eine von mehreren Reiseversicherungen. Zu denen gehören die Reisegepäckversicherung, eine Reiseunfallversicherung oder die Reisekrankenversicherung.

Reiserücktrittsversicherung

Bei all diesen Versicherungen handelt es sich um einen Risikoschutz für den Zeitraum der Reise. Gemeint ist damit in erster Linie die Urlaubsreise.

Eine Reise allgemein ist die vorübergehende, zeitlich begrenze Verlagerung des Aufenthaltsortes von A nach B. Die Urlaubsreise ist entweder eine Standortreise oder eine Rundreise. Für Reisen als solche gibt es vielfältige Anlässe.

Zu den gängigen gehören, abgesehen von Urlaub und Ferien, die Handelsreise und die Geschäftsreise, bis hin zur Forschungsreise, zur Entdeckungs- oder zur Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Volunteerreisen oder Work & Travel sind Reiseformen als ein Mix aus Erwerbstätigkeit und Urlaub.

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Monteurreise – Pendant zur Urlaubsreise

Ausschließlich berufliche Reisen sind die Handels-, die Geschäfts- sowie die Dienstreise. Der Arbeiter oder Angestellte verlässt für die Zeitdauer der beruflich veranlassten Reise vorübergehend seinen Wohnsitz als Lebensmittelpunkt.

Die Abwesenheit kann Tage, Woche oder Monate dauern. Ein Messebesuch ist meistens einige Tage lang, die Teilnahme an einer Forschungsreise oftmals mehrere Monate. Mit dieser Situation gleichzusetzen ist die berufsbedingte, vom Begriff her weniger bekannte Monteurreise.

Die Berufsbezeichnung Monteur ist abgeleitet von Montage aus der industriellen Fertigung von Produkten und Anlagen. Alle daran Mitarbeitenden werden als Monteur bezeichnet.

Manches wird in der heimischen Montagehalle montiert, vieles am Standort des späteren Endproduktes. In diesen Fällen arbeitet der Monteur vor Ort. Er ist, wie es heißt, auf Montage.

Reiserücktrittsversicherung Dienstreise

Diese Situation ist gleichzusetzen mit einer reisebedingten Abwesenheit vom Wohnsitz, an dem der Monteur melderechtlich wohnt und lebt. Montagearbeiten sind im Hoch- und im Tiefbau zu Lande und zu Wasser so gängig wie notwendig.

Der Monteur ist zunächst am Aufbau einer Windkraftanlage auf offener See im Einsatz, anschließend betreut und wartet er diese Offshore-Anlage. Ein ähnliches Beispiel sind Bau, Wartung und Reparatur von über- sowie unterirdischen Pipelines.

Kein Unterschied beim Mietvertrag zwischen Ferien- und Monteurwohnung

Für den Montageaufenthalt mietet er eine Monteurwohnung. Grundlage dafür ist der zeitlich begrenzte Mietvertrag als zivilrechtlicher Vertrag zwischen Vermieter und Monteur.

Das ist Eins-zu-eins vergleichbar mit dem Mieten einer Ferienwohnung, eines Apartments oder eines Ferienhauses. Hier wie da wird ein Mietvertrag abgeschlossen, der von beiden Seiten einzuhalten ist.

Der Vermieter muss die Ferien- beziehungsweise Monteurwohnung zur Verfügung stellen. Er darf sie nicht überbuchen oder anderweitig vergeben. Umgekehrt muss der Monteur als Mieter die Wohnungsmiete bezahlen. Das ist seine Vertragspflicht, und zwar unabhängig davon, ob er die gemietete Wohnung benutzt oder nicht.

Reiserücktrittsversicherung Mietvertrag

Die Tatsache, dass der Vermieter die Monteurwohnung dem Monteur vermietet hat und sie ihm zur Verfügung stellt, ist die entscheidende Anspruchsgrundlage zur Mietzahlung.

Für dieses Rechtsverhältnis ist es in keiner Weise von Bedeutung, ob der Monteur eine Nichtbenutzung verschuldet beziehungsweise verursacht oder nicht. Für beide Seiten gilt: Vertrag ist Vertrag.

Unwägbarkeiten auf Montage – Monteurwohnung muss bezahlt werden

An diesem Punkt kommt die Reiserücktrittsversicherung RRV ins Spiel. Für Monteure gibt es eine Vielzahl an Gründen, die zu einer Nichtbenutzung oder zur Teilbenutzung der gemieteten Monteurwohnung führen.

Verursacher können sein Arbeit- beziehungsweise Auftraggeber sein, der Monteur selbst oder widrige Umstände, bis hin zu höherer Gewalt, wie es im Versicherungssprachgebrauch heißt.

Das Ergebnis ist dasselbe: Der Monteur bezieht die Monteurwohnung entweder gar nicht, verspätet oder er verlässt sie vor Vertragsende. Dem Vermieter entsteht ein Miet- und Einnahmeausfall. Im ungünstigsten Fall kann er die Monteurwohnung so kurzfristig nicht anderweitig vermieten.

Er hat einen Schaden, den der Monteur als Vertragspartner ersetzen muss. Rechtsgrundlage dafür ist im weitesten Sinne § 823 BGB, des Bürgerlichen Gesetzbuches. Wie es heißt, kommt der Monteur aus dieser Nummer nicht raus. Allerdings kann er sich durch den Abschluss einer RRV dagegen schützen.

Reiserücktritt – Reiseabbruch – Reiseunterbrechung

Auf Montage kann deswegen so viel geschehen, weil es in der Regel mehrere bis zahlreiche Beteiligte gibt. Zu denen gehören der Monteur, sein direkter Auftrag-/Arbeitgeber, Zulieferfirmen sowie Subunternehmen, bis hin zu Unwägbarkeiten wie Lieferverzögerungen, Unfall oder Krankheit.

Diese Liste lässt sich problemlos fortsetzen. Im Ergebnis läuft die Montagearbeit nicht so ab, wie sie ursprünglich geplant war. Auch hier bietet sich der Vergleich Eins-zu-eins mit der Urlaubsreise an.

Reiserücktrittversicherung Unwägbarkeiten

Private Anlässe wie Krankheit oder einschneidende Vorfälle im engen Familienkreis sowie berufliche Gründe können dazu führen, dass die seit Monaten geplante Urlaubsreise verspätet respektive gar nicht angetreten werden kann, oder sie vorübergehend unterbrochen werden muss.

Auch hier gilt der Grundsatz: Vertrag ist Vertrag, zumal üblicherweise die Urlaubsreise schon längst bezahlt ist. Jetzt geht es für den Urlauber darum, seinen finanziellen Schaden zu minimieren oder ersetzt zu bekommen.

So ist es oftmals auch bei einer auf längere Zeit vermieteten Monteurwohnung. Die Miete wird in solchen Fällen im Ein- oder Zweiwochenrhythmus, vielfach monatlich im Voraus gezahlt. Jetzt hat der Monteur nur noch die Chance, die gezahlten Kosten erstattet zu bekommen, und zwar von einer passenden RRV.

Reiserücktritt bedeutet,

dass von der gebuchten Reise komplett zurückgetreten wird, und zwar noch vor Reisebeginn. Die Reise wird erst gar nicht angetreten. Sie ist für beide Seiten der Worst Case mit dem finanziell größten Schaden.

Der Monteur hat das Monteurzimmer für mehrere Wochen gebucht. Die Montage wird aus Gründen, auf die er keinen Einfluss hat, um Wochen oder Monate verschoben. Für den Monteur ergibt sich eine neue Montagearbeit an einem anderen Arbeitsort. Er kann das gebuchte Monteurzimmer nicht beziehen.

Reiseunterbrechung heißt,

dass die gebuchte Reise planmäßig angetreten worden ist, jedoch aus einem dringenden Grund unterbrochen werden muss. Anlässe sind auf einer längeren oder weiteren Reise private Ereignisse wie ein Todesfall im engen Familienkreis.

Die Gründe für einen Reiseabbruch sind in dem Versicherungsvertrag genau und mit Ausschlusskriterien aufgelistet.

Durch eine Reiseunterbrechung entstehen dem Reisenden Mehrkosten für die nicht geplante Heimreise. Ob sich die Reise aufgrund der Unterbrechung anschließend verlängert, und wie es mit den damit verbundenen Kosten aussieht, ist ebenfalls im Versicherungsvertrag geregelt.

Auch diese Situation lässt sich auf die Monteurreise übertragen. Hier können die Gründe für die Unterbrechung des Arbeitsaufenthaltes sowohl privat als auch beruflich bedingt sein.

Zum Reiseabbruch führt

eine Situation, die eine Fortsetzung der Reise unmöglich beziehungsweise unzumutbar macht. Während der Urlaubsreise ist das in den meisten Fällen ein Unfall, wie der Skiunfall im Winterurlaub. Der verunfallte Urlauber muss stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Ein anderes Beispiel ist die plötzliche Erkrankung, die am Urlaubsort nicht oder nur unzureichend behandelt werden kann. Der Reiseabbruch mit sofortiger Rückführung hin zum Heimatort zur medizinischen Behandlung ist dringend geboten.

Der Reiseabbruch ist im RRV-Vertrag definiert und geregelt. Vergleichbare Situationen des Monteurs können zum Abbruch der Montagearbeiten führen. An die Stelle des Skiunfalls tritt der Arbeitsunfall. Der Monteur muss, auch aus Sicht von Arbeitgeber und von Berufsgenossenschaft, bestimmte gesetzliche Vorgaben einhalten.

Selbst wenn er wollte, könnte und dürfte er sich nicht in der Monteurwohnung aufhalten oder behandeln lassen. Die Entscheidung für eine weitere medizinische Behandlung wird ihm abgenommen.

Was entscheidend ist

Diese Beispiele und Definitionen machen deutlich, dass die RRV für Monteure zwar den Charakter einer typischen Reiserücktrittsversicherung für Urlauber hat, jedoch ergänzt um spezifische Eigenarten und Besonderheiten einer beruflich bedingten Monteurreise.

Für die beiden Betroffenen Monteur und Vermieter hat das zur Folge, dass in den Vertragsbedingungen einer RRV alle erdenklichen Möglichkeiten und Risiken berücksichtigt werden müssen. Für die Versicherungsgesellschaften ist das grundsätzlich kein Problem.

Entscheidend ist, dass

  • möglichst alle Risiken und Situationen als Leistungsfall erfasst werden
  • keine oder nur ganz wenige Leistungsausschlüsse gelten
  • das Preis-Leistungs-Verhältnis für die RRV stimmt

Tipp für Vermieter - Vorauszahlung oder RRV oder beides

Die Frage, für wen von beiden die RRV wichtiger ist, kann nicht so ohne Weiteres beantwortet werden. Für den Monteur als Versicherungsnehmer ist die RRV eine Mehrausgabe. Sie erhöht seine Mietkosten für die Monteurwohnung. Bezahlt wird mit der RRV eine Risikosituation, die in den meisten Fällen nicht eintritt.

Derartige Versicherungen werden gerne als "Geschäft mit der Angst" bezeichnet. Für den Vermieter ist die RRV eine Risikoabsicherung seiner vertraglichen Mieteinnahme.

Reiserücktrittsversicherung Achtung Baustelle

Ausschlaggebend ist die Mietzahlung für die Monteurwohnung. Der Vermieter hat ein finanzielles Risiko, wenn er die Monteurwohnung überlässt, ohne die Mietzahlung in der Tasche zu haben. Das beginnt am ersten Tag, quasi mit der Schlüsselübergabe.

Mit jeder Vorauszahlung ist der Vermieter für den Zeitraum der Vermietung auf der sicheren Seite, den der Monteur noch nicht abgewohnt hat.

Dieses „klein-klein“ soll deutlich machen, wie besorgt der Vermieter sein muss, um mit der Vermietung seiner Monteurwohnungen nicht ins Minus zu rutschen. Das geschieht schneller als gedacht.

Wenige Tage addieren sich übers Jahr hinweg zu Wochen, und die leicht zu einem Monat. Das sind immerhin knapp 10 Prozent der Jahresmiete, die zum Jahresende auf dem Mietkonto fehlt.

Monteur als Vertragsnehmer kann, muss aber keine RRV abschließen

Der Vermieter ist in der unangenehmen Situation, dass nicht er, sondern der Monteur als Mieter der Vertragspartner einer RRV ist. Der kann, er muss sie jedoch nicht abschließen.

Der Vermieter kann ihn nicht dazu zwingen oder anhalten, sondern ihm lediglich dazu raten. Das reicht von der Empfehlung bis zum wohlgemeinten Ratschlag im Sinne und Interesse des Monteurs.

Wenn der nicht einsichtig ist, verzichtet er auf einen Versicherungsabschluss. Im Grunde genommen braucht der Vermieter nicht zu wissen, ob oder dass der Monteur als Mieter eine RRV abgeschlossen hat.

Oftmals enden Gerichtsverfahren mit einem Vergleich. Der Vermieter bekommt die Hälfte der eingeklagten Miete und trägt seine Anwalts- sowie anteilig die Verfahrenskosten. Nicht selten lautet das Ergebnis: Außer Spesen nichts gewesen.

Die Grundlage für den Rechtsanspruch auf Mietzahlung ist der Mietvertrag für die Monteurwohnung. Der ist das latente Risiko eines jeden Vermieters. Sei es für die Ferien-, die Monteurwohnung oder für die heimische Wohnung zur Dauermiete.

Der Vermieter muss sich auf die Vertragstreue seines Mieters verlassen. Wird der zahlungssäumig, steht dem Vermieter der zivilrechtliche Weg offen, seinen Anspruch geltend zu machen. Das kann im Einzelfall lange dauern und ist mit Manpower, Kosten und Ärger verbunden.

Für den Vermieter gilt - Das eine tun, und das andere nicht lassen

Mit dieser Redewendung ist der Vermieter in jeder Situation auf der finanziell sicheren Seite. Gemeint ist, die Mietzahlung für einen bestimmten Zeitraum im Voraus zu kassieren, und/oder eine RRV in die Miete einzurechnen, sie sozusagen einzupreisen.

Reiserücktrittsversicherung Vermieten

Die Miet- und Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Vermieters des Vermieters sind dahingehend klar zu formulieren, dass die Miete für jeweils eine Woche im Voraus fällig ist.

Ab einer bestimmten Mietdauer, wie ab vier, sechs oder acht Wochen, beinhaltet die Mietzahlung automatisch eine RRV. Der Vermieter arbeitet mit einem Versicherer zusammen. Er vermittelt die RRV, die nach wie vor vom Mieter als Versicherungsnehmer abgeschlossen wird.

Ausschlaggebend ist, dass ab diesem feststehenden Zeitraum die Monteurwohnung entweder inklusive RRV oder gar nicht gemietet werden kann. Das klingt komplizierter, als es im Alltag ist. Eine RRV ist für Urlauber wie für Monteure finanziell überschaubar. Auf den Tagesmietpreis für die Monteurwohnung umgerechnet ist der Mehrbetrag marginal.

Da sich die Miete für das Monteurzimmer mit zunehmender Mietdauer reduziert, hat der Vermieter hier eine „geeignete Schraube“ zur Preisgestaltung inklusive RRV. So wie im Reisebüro bei Buchung der Pauschalreise werden auch der Mietvertrag für die Monteurwohnung sowie die RRV in einem Zuge, direkt nacheinander unterschrieben.

Der Monteur macht sich keine weiteren Gedanken, und das braucht er auch nicht. Der Vermieter hingegen weiß, dass er diesen betreffenden Mietvertrag für die Monteurwohnung "in trockenen Tüchern hat". Die RRV gilt ab sofort. Je länger die vertragliche Mietdauer ist, desto höher ist die Mieteinnahme beziehungsweise ein möglicher Mietausfall. Der lässt sich nur durch eine RRV kompensieren.

Anspruchsteller gegenüber der RRV ist der Monteur als Versicherungsnehmer. Mit der Versicherung im Rücken gibt es keinen Dissens, wenn ein Leistungsfall wie Rücktritt, Abbruch oder Unterbrechung des Monteuraufenthaltes eintritt. In diesem Fall weiß der Vermieter, dass der Monteur versichert ist.

Zu den juristischen Spitzfindigkeiten gehört, dass sich der Vermieter direkt bei Abschluss der RRV mögliche Ansprüche des Monteurs gegen seinen Versicherer abtreten lässt. In diesem Fall bleibt dem Vermieter im Versicherungsfall der Weg über den versicherten Mieter erspart. Er kann seinen Anspruch direkt beim Versicherer geltend machen, das heißt unmittelbar mit ihm abrechnen.

Recht haben und Recht kriegen ist in diesem Fall zweierlei für den Vermieter. Sein Anspruchsgegner ist immer der Monteur als Mieter. Der hat den Versicherungsanspruch und bekommt die Versicherungssumme auf sein Konto überwiesen. Doch damit ist sie noch nicht auf dem Konto des Vermieters. Der ist auch in dieser Situation auf den guten Willen des Mieters angewiesen, die Zahlung der Versicherung ungekürzt weiterzuleiten und sie nicht selbst einzustecken.

In der Alltagspraxis der Vermieter von Monteurzimmern geschehen Dinge, an die kaum jemand denkt. Dinge, die im Grunde genommen so gar nicht vorstellbar sind. Für den Vermieter steht seine ungekürzte Mieteinnahme für die Monteurwohnung im absoluten Vordergrund. Er muss darauf bedacht sein, möglichst lückenlos und ohne Risiko zu arbeiten, sprich zu vermieten.

Monteure kommen und gehen, sodass sich nur selten ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis entwickeln kann. Dem muss der Vermieter Rechnung tragen, indem er sich zu jeder Seite hin und so gut wie möglich vertraglich und finanziell absichert.

Dazu braucht es eine Reiserücktrittsversicherung mit allen nur erdenklichen Leistungsfällen rund um das Leben des Monteurs auf Montage.

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