Schutz vor Lärm am Arbeitsplatz Gefährdung der Gesundheit durch Lärm

Täglich kommen Sie als Monteur, Handwerker und Arbeiter bei Ihrer Arbeit mit viel Lärm in Kontakt. Lärm heißt hier Schall, der zum Teil zu erheblichen Gefährdungen von Gesundheit und Sicherheit führt, wie zu Gehörschäden.

Schutz vor Lärm/ Akustik

Das Ergebnis können physiologische Konsequenzen sein, wie eine Erhöhung der Herzfrequenz oder des Blutdrucks. Auch psychische Auswirkungen von Lärm sind möglich – diese drücken sich durch eine geringe Aufmerksamkeit und Konzentration aus oder in einer erhöhten Fehlerquote.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass Lärm die Arbeitsleistung mindert und zu arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen und somit zu Unfällen führen kann. Das bedeutet für ein Unternehmen langfristig betriebswirtschaftliche Kosten.

Obwohl es viele Regelungen zur Lärmminderung gibt, ist der Lärm nach wie vor einer der wesentlichen Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz.

Lärmbelastung (Geräuschimmission) ist die Summe aller Schalleinwirkungen an einem Arbeitsplatz.

Die Höhe der Lärmbelastung wird durch einen Beurteilungs- oder Tagesexpositionspegel in Dezibel (dB) angegeben und hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Höhe der Geräuschabstrahlung (Geräuschemission) der Schallquellen (eingesetzte Geräte und Maschinen, Arbeitsverfahren und Zusatzausrüstungen)
  • Höhe der Schallpegelabnahme von der Quelle zum Arbeitsplatz
  • Abstand der Quelle/n zum Arbeitsplatz
  • Anzahl der Schallquellen und reale Betriebszeiten während der täglichen Arbeitszeit

Ziel ist es Lärm zu messen, zu bewerten und langfristig zu mindern. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) entwickelt für den Bereich Lärm stetig präventive Maßnahmen. Durch diese soll eine Lärmentstehung direkt an der Quelle reduziert werden. In diesem Zusammenhang werden Lösungen für die Gestaltung von lärmarmen Arbeitsmitteln und Arbeitssystemen konzipiert.

Die Hauptgeräuschquelle am Arbeitsplatz sind Maschinen.

Maschinen stehen bei Konzepten der Lärmminderung im Vordergrund. Es geht darum möglichst leise Maschinen zu entwickeln. Angefangen bei der Schallanregung, über die Schallübertragung bis hin zu Schallabstrahlung über Maschinenoberflächen.

Zur Lärmminderung am Arbeitsplatz werden folgende Maßnahmen angewendet

  • Lärmarme Maschinen bei einer Neu- oder Ersatzbeschaffung auswählen
  • Auf lärmarme Arbeitsverfahren umstellen
  • Schallpegelabnahme durch schallabsorbierende Decken erhöhen
  • Schallschutzprodukte in der Nähe von Maschinen anbringen (zum Beispiel Schalldämpfer, Kapseln oder Abschirmungen)
Wenn diese Maßnahmen nicht greifen, sind Beschäftigte zu einer sachgerechten Verwendung von Gehörschutz verpflichtet.

Durch europäische und internationale Netzwerke soll für den Bereich Lärm in Zukunft eine Verbesserung und Vereinfachung von Messverfahren erreicht werden. Auch eine geringere Geräuschemission von Maschinen und eine Entwicklung von Verfahren zur Ermittlung des Standes der Lärmminderungstechnik.

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