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Internet / WLAN im Monteurzimmer oder der Ferienwohnung: Standard oder besonderer Service?

In der heutigen Zeit ist ein Zimmer ohne WLAN-Zugang ungefähr so attraktiv wie ein Zimmer ohne Bett. Der kabellose Internetzugang gehört zu den wichtigsten Wünschen der Mieter und kann über Zu- oder Absage entscheiden. So stellt sich weniger die Frage, ob WLAN angeboten wird, sondern meist nur, ob kostenlos oder kostenpflichtig. Dabei spielt auch die rechtliche Absicherung für Vermieter im Falle von illegalen Netzaktivitäten eine immer wichtigere Rolle.


Ein WLAN-Internetzugang für die Gäste von Monteurzimmern

Auf der Anforderungsliste von Monteuren, Arbeitern und Handwerkern an ihre Unterkunft steht eine Internetverbindung inzwischen auf einem der ersten Plätze. Daher gehört diese für fast alle Vermieter von Monteurwohnungen oder Monteurzimmern zur Standard-Ausstattung. Die Nutzung einer kabellosen WLAN-Internetverbindung bieten die meisten Vermieter ihren Monteuren sogar kostenlos an, damit für diese keine weiteren zusätzlichen Kosten anfallen: Ein klarer Vorteil und ein tolles Entscheidungskriterium für die Monteure und ihr häufig knappes Budget.

In der Regel stellen die Vermieter ihren Monteuren einfach ihren eigenen privaten WLAN-Zugang zur freien Verfügung. Doch viele Vermieter sind sich gar nicht im Klaren darüber, dass dies nicht ganz ohne Risiko für sie ist. Eine Mitnutzung des WLAN-Zugangs kann auch von den Monteuren missbraucht werden, indem dieser zum Beispiel zum illegalen Datenaustausch benutzt wird.

Haben Vermieter sich für solche Fälle nicht richtig abgesichert, können sie als WLAN-Betreiber als „Mitstörer“ rechtlich abgemahnt werden, denn der jeweilige Nutzer hinterlässt die IP-Adresse des WLAN-Betreibers. Über diese wird der Vermieter identifiziert und ist dazu verpflichtet eine Erklärung abzugeben. Der jeweilige Monteur, der tatsächlich der Verursacher ist, kann über sein Smartphone oder ähnliches nicht herausgefunden werden.

Sollte der Vermieter eine solche Abmahnung erhalten, wird in der Regel innerhalb einer festgesetzten Frist Folgendes vom Vermieter gefordert:

  • Unterlassungs- bzw. Verpflichtungserklärung, Rechtsverstöße dieser Art nicht noch einmal zu begehen
  • Übernahme von Anwaltskosten und/oder
  • Leistung von Schadenersatz
  • Evtl. weitere zusätzliche Forderungen

Hat der Vermieter als Anschlussinhaber in so einem Fall sein WLAN gut abgesichert, so dass er beweisen kann, dass er nicht selbst für diese Rechtsverletzung verantwortlich ist, ist er von der Haftung und dem Schadenersatz frei. Dafür gibt es folgende unterschiedliche Möglichkeiten – je nach individuellen Begebenheiten und Anforderungen des Vermieters:

  • Klassischer WLAN-Router
  • Professionelles Gäste-WLAN: Hotspot

Der klassische WLAN-Router eignet sich zum Beispiel optimal für Vermieter, die lediglich eine einzelne Monteurunterkunft anbieten und somit auch immer nur einen oder wenige Monteure gleichzeitig haben. Die aktuellen Router besitzen in der Regel die spezielle Funktion „Gast-WLAN“. Dieses verschafft den Monteuren einen Zugang zum Internet – das private Netzwerk des Vermieters muss dafür gar nicht geöffnet werden. Die Geräte, mit denen die Monteure das WLAN nutzen, sind komplett vom Heim-Netz des Vermieters getrennt.

Jeder Monteur, der die Unterkunft mietet, muss vorab deutlich darauf hingewiesen werden, dass das WLAN nicht für Urheberrechtsverletzungen genutzt werden darf. Eine Kenntnisnahme über diesen Hinweis sollte vom Monteur schriftlich bestätigt werden, so dass der Vermieter einen ordentlichen Nachweis darüber besitzt. Um sich gegen Missbrauch abzusichern, sollte jeder Monteur im Anschluss ein individuelles Passwort für das WLAN erhalten, sobald mindestens zwei Monteure gleichzeitig in der Unterkunft wohnen. Zusätzlich sollten Vermieter immer eine ordentliche Dokumentation darüber führen, wer wann Zugang zum „Gast-WLAN“ hat. Obwohl die Möglichkeit über einen WLAN-Router im Vergleich zu anderen sehr günstig ist, muss der Vermieter sich dabei selbst um alles kümmern. Falls es trotz den Absicherungsmaßnahmen doch mal zu einem Missbrauch des WLAN-Zugangs kommt, ist und bleibt der Vermieter der Verantwortliche bzw. Haftende, der erklärungspflichtig ist. Eine komplett 100-prozentige Sicherheit gibt es über den klassischen WLAN-Router leider nicht für den Vermieter.

Alternativ gibt es ein professionelles Gäste-WLAN, ein sogenannter Hotspot. Dieser eignet sich optimal für Hotelbetriebe oder Vermieter, die mehrere Unterkünfte auf einem Gelände haben. Darüber können mehrere Monteure gleichzeitig einen Zugang zum Internet bekommen. In so einem Fall wäre es mit viel zu viel Aufwand verbunden von jedem einzelnen Monteur eine schriftliche Nutzungsvereinbarung zu verlangen und eine genaue Dokumentation über die jeweilige Internetnutzung zu führen.

Wenn ein Vermieter sich also zuverlässig und vor allem unkompliziert absichern möchte, ist ein Hotspot als Gäste-WLAN empfehlenswert. Bei dieser Variante wird auch die Verantwortung des Vermieters abgegeben: Das Hotspot-Unternehmen übernimmt sowohl die Einrichtung des Anschlusses als auch das komplette Haftungsrisiko bei einem Missbrauch des WLAN-Zugangs. Bevor eine Entscheidung über den Anbieter getroffen wird, sollten mehrere solcher Angebote miteinander verglichen werden, denn davon gibt es inzwischen viele.

Wichtig ist es bei den Angeboten darauf zu achten, dass den Monteuren bei der Hotspot-Variante ein eigener WLAN-Zugang vom Anbieter freigestellt wird und nicht der private DSL-Anschluss des Vermieters dafür benutzt wird. Denn nur dann ist der Vermieter tatsächlich von der Haftung ausgeschlossen. Der Vermieter sollte sich in diesem Zusammenhang auch genau darüber informieren, dass im Vertrag keine Sonderfälle, Ausnahmeregelungen oder versteckte Klauseln auftauchen.




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zuletzt aktualisiert: 12.05.2017

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