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Der Solidaritätszuschlag
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Der Solidaritätszuschlag

Auch wenn die Diskussion um die Abschaffung des im Jahr 1991 eingeführten Solidaritätszuschlages immer wieder aufflammt, besteht die Pflicht zur Zahlung nach wie vor. Diese zusätzliche Abgabe bemisst sich für natürliche Personen an der für das jeweilige Steuerjahr zu zahlenden Einkommens- und Kapitalertragssteuer. Bemessungsgrundlage für Vereine und Kapitalgesellschaften ist demnach die abzuführende Körperschaftssteuer. Trotzdem wird der Solidaritätszuschlag in der Kalkulation der Steuerbelastung immer wieder vergessen - hier ein umfassender Überblick.

Die als Solidaritätszuschlag bezeichnete zusätzliche Steuer wird auf der Grundlage der von einem Steuerpflichtigen abzuführenden Einkommen-, Kapitalertrags- oder Körperschafsteuer berechnet. Bewegt sich Ihr zu versteuerndes Einkommen, beispielsweise aus der Vermietung von Monteurzimmern, innerhalb der relevanten Freibeträge, fällt auch kein oder ein ermäßigter Soli-Zuschlag an. Ansonsten beläuft sich die Höhe regelmäßig auf 5,5 Prozent der jeweiligen Steuer.

Die Grundlagen:
Soli-Zuschlag für kurzfristige Zusatzausgaben

Eingeführt wurde der Solidaritätszuschlag bereits im Jahr 1991, als zunächst 7,5 Prozent zur Finanzierung zusätzlicher, aus der Wiedervereinigung resultierender Kosten veranschlagt wurden. Allerdings wurde der Solidaritätszuschlag von 1992 bis 1994 nicht erhoben, bevor er 1995 erneut aktiviert wurde - und dann ohne zeitliche Begrenzung. Seither bezahlt jeder Einkommen-, Kapitalertrag- und Körperschaftsteuerpflichtige die 5,5 Prozent zusätzlich zur berechneten Steuerlast.

  • Bei einer Einkommensteuer für Alleinstehende bis 972 Euro jährlich und für zusammen veranlagte Partner bis 1.944 Euro jährlich entfällt die Ergänzungsabgabe.
  • Bei einer Einkommensteuer von 973 bis 1.340 Euro jährlich für Alleinstehende sowie 1.945 bis 2.680 Euro für zusammen veranlagte Partner gilt ein reduzierter Satz zur Berechnung des Soli-Zuschlages.
  • Alle die Steuerpflichtigen, deren Einkommensteuer diese Beträge übersteigt, müssen 5,5 Prozent zusätzlich leisten.
  • Der volle Soli-Zuschlag wird auch auf die Abgeltungssteuer, die Sie für Zinsen und Dividenden bezahlen, sowie die von juristischen Personen abzuführende Körperschaftsteuer erhoben.

Diese Einnahmen, im Jahr 2016 handelte es sich immerhin um rund 13 Milliarden Euro, kann der Bund für unterschiedlichste Projekte einsetzen, denn sie sind nicht zweckgebunden.

Die Einordnung:
Eine Frage der Bemessungsgrundlage

Wie Sie bereits in einigen Beiträgen nachvollziehen konnten, sind Ihre Einkünfte aus der Vermietung von Monteurzimmern oder Ferienimmobilien in jedem Fall beim zuständigen Finanzamt zu melden. Um hier eine korrekte Einordnung vorzunehmen empfiehlt sich dringend die Einschaltung eines kompetenten Steuerberaters.

Der Solidaritätszuschlag Bemessungsgrundlage Finanzamt Einkommensteuer

Einerseits lassen sich nämlich die im Zusammenhang mit der Vermietung anfallenden Kosten gegenrechnen, andererseits gelten insbesondere bei der Einkommensteuer Freibeträge, die regelmäßig angehoben werden. Zunächst gilt es jedoch zu klären, ob und wie die Vermietung als Gewerbe gilt. 

Grundsätzlich eröffnen sich folgende Möglichkeiten:

Solidaritätszuschlag Möglichkeiten

1. Vermietung von Wohnungen als private Vermögensverwaltung

Haben Sie beispielsweise eine Eigentumswohnung, die Sie als Monteurzimmer vermieten, wird in der Regel keine Gewerbeanmeldung notwendig: Diese Tätigkeit lässt sich in den Rahmen einer privaten Vermögensverwaltung einordnen. Damit wären fielen auch die Einkünfte unter die Kapitalertragsteuer, die somit wiederum zur Bemessungsgrundlage für einen zusätzlich abzuführenden Solidaritätszuschlag würde.

2. Professionelle Vermietung als Gewerbe

Richten Sie die Vermietung so aus, dass Sie einen wesentlichen Teil Ihres Einkommens damit erzielen, sollten Sie zunächst die Frage der Gewerbeanmeldung klären. Daraus ergeben sich zahlreiche weitere Fragen, wie beispielsweise nach dem Umfang der gesetzlichen Vorschriften oder der Umsatzsteuerpflicht. In Bezug auf den Solidaritätszuschlag interessiert jedoch nur die Rechtsform, in der Sie der Vermietung nachgehen:

  • Bei einer natürlichen Person, wie beispielsweise dem Einzelunternehmen oder der Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, fließen die Gewinne den Inhabern zu und müssen im Rahmen der Einkommensteuererklärung erfasst werden. Aus dem daraus resultierenden Steuerbetrag errechnet sich wiederum die Höhe des Solidaritätszuschlages - entsprechend der o. g. Regelungen.
  • Eine juristische Person jedoch, wie zum Beispiel die Kapitalgesellschaften oder Vereine, hat ihre Gewinne der Körperschaftsteuer zu unterziehen. Ist der abzuführende Betrag ermittelt, dient er ebenfalls als Bemessungsgrundlage für den Solidaritätszuschlag.

Die Handhabung:
Separater Ausweis im Steuerbescheid

Im Gegensatz zur Gehaltsabrechnung, in der ein Arbeitgeber nicht nur die fällige Lohnsteuer, sondern auch den Soli-Zuschlag sowie eventuell die Kirchensteuer ausweist und direkt an die zuständige Finanzbehörde abführt, erfahren Sie den fälligen Solidaritätszuschlag mit dem jeweiligen Steuerbescheid. Hier werden die 5,5 Prozent der Bemessungsgrundlage ausgerechnet und auf den zu zahlenden Steuerbetrag aufgeschlagen. Allerdings werden Sie einige Fußnoten auf dem Steuerbescheid finden:

Ob und inwieweit die neue Bundesregierung den Soli-Zuschlag abschaffen wird, bleibt bislang ebenso vage - bis zur Klärung wird er also auf die entsprechenden Steuerbeträge aufgeschlagen.

Die Erhebung und Einziehung des Solidaritätszuschlages ist nämlich nach wie vor vorläufiger Natur. Hintergrund sind Verfassungsbeschwerden, die die Rechtmäßigkeit dieses Zuschlages zum Gegenstand haben. Das Bundesverfassungsgericht muss zunächst die Rechtmäßigkeit bestätigen, da ein Kläger vor dem Finanzgericht Niedersachsen erfolgreich eine gegenteilige Ansicht vertreten hatte. Demnach sei der Solidaritätszuschlag einerseits anfechtbar, da er ursprünglich als zeitlich begrenzte Quelle für notfallbedingte Finanzierungen gelten sollte. Andererseits steht eine Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes des Artikels 3 Grundgesetz im Raum, da im Arbeitnehmer mit ausländischen Einkünften einen im Vergleich niedrigeren Soli-Zuschlag abführen müssen. Sollten diese Klagen erfolgreich sein, greift der Vorläufigkeitsvermerk: Der bereits gezahlte Solidaritätszuschlag dürfte dann nachträglich korrigiert werden.


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zuletzt aktualisiert: 21.08.2019

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