Untervermietung von Wohnungen oder Zimmern

Wenn Sie ein freies Zimmer zur Verfügung haben oder längere Zeit nicht Zuhause sind, bessern Sie Ihre Einkünfte durch Untervermietung auf. Den gemieteten Wohnraum oder Teile davon dürfen Sie nicht einfach einer dritten Person zur Verfügung stellen.

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Wer haftet im Fall eines entstandenen Schadens durch den Untermieter? Darf ich meine Wohnung untervermieten? Die wichtigsten Informationen zur Untervermietung erhalten Sie hier.

Untervermietung an Monteure: Was muss ich beachten?

Sobald Sie als Hauptmieter Ihre Unterkunft an eine andere Person zur Nutzung übergeben, ist von einer Untervermietung die Rede. Der Untermieter ist kein Vertragspartner des Wohnungs- oder Zimmereigentümers.

Großer Vorteil an einer Untervermietung ist, dass Sie als eigentlicher Mieter länger abwesend sein können, ohne weiterhin die Miete zahlen zu müssen oder zu kündigen. In dieser Zeit kommt der Untermieter, dem Sie die Unterkunft überlassen, für die Zahlung der Miete auf.

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Beachten Sie, dass bei einer Untervermietung – egal ob vollständig oder teilweise – die Erlaubnis des Vermieters einzuholen ist. Einzige Ausnahme ist eine ausdrückliche Erlaubnis einer Untervermietung im bestehenden Mietvertrag. Ihr Vermieter ist gesetzlich nicht verpflichtet einer Untervermietung zuzustimmen.

In bestimmten Fällen haben Sie als Mieter nach § 553 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) einen Anspruch darauf, dass die Untervermietung eines Teiles der Wohnung (einzelne Zimmer) gestattet wird. Dafür muss ein „berechtigtes Interesse“ bestehen und Sie müssen entsprechend persönliche oder wirtschaftliche Gründe vorweisen.

Berechtigte Gründe eines Mieters für eine teilweise Untervermietung

  • Aufnahme eines Verwandten, der pflege- oder fürsorgebedürftig ist
  • Mieter benötigt die Einnahmen durch die Untervermietung
  • Gründung einer Lebensgemeinschaft mit einer dritten Person
  • Notwendige Nebeneinkünfte durch die Untervermietung, weil ein Mitglied der Familie verstorben oder ausgezogen ist, welches bis dahin mit für die Zahlung der Miete zuständig war
  • Mieter befindet sich aus beruflichen Gründen vorübergehend in einer anderen Stadt oder im Ausland

Wichtige Gründe eines Vermieters eine Untervermietung zu verweigern

  • Störungen der Hausruhe sind zu erwarten
  • Persönliche Streitigkeiten oder Feindschaft zwischen dem Untermieter und dem Vermieter
  • Wohnung oder Zimmer würde durch eine Untervermietung überbelegt sein

Genehmigte Untervermietung: Was nun?

Stimmt der Vermieter zu, müssen Sie als Hauptmieter diesem mitteilen, wer der zukünftige Untermieter ist. Ein Anrecht auf Angaben zu den Einkommensverhältnissen und zur Kreditwürdigkeit des Untermieters hat der Vermieter bei privaten Untervermietungen nicht. Ein Wechsel des Untermieters muss der Vermieter neu genehmigen.

Als Hauptmieter berücksichtigen bei einer Untervermietung, dass Sie für Schäden, die der Untermieter verursacht, gegenüber dem Vermieter haften. Es ist für jeden Hauptmieter empfehlenswert auf eine Kaution vom Untermieter als Mietsicherheit zu bestehen.

Legen Sie fest, wer für Schönheits-Reparaturen in der Unterkunft zuständig ist und wie die Betriebskosten aufgeteilt bzw. gezahlt werden.

Lehnt der Vermieter eine Untervermietung ab, haben Sie als Mieter nach § 540 BGB ein Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von drei Monaten anstatt bis zu 12 Monaten in alten, unbefristeten Mietverträgen.

Vermieten Sie als Mieter die Wohnung oder das Zimmer trotz Ablehnung des Vermieters unter, hat der Vermieter das Recht das Mietverhältnis zu kündigen – fristgemäß oder fristlos. Dafür muss der Vermieter die unerlaubte Untervermietung vor Gericht nachweisen.

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