Vorsicht Abofallen!
Wie Sie sich vor Betrug schützen

Forderungen in Abofallen bewegen sich nicht selten im dreistelligen Bereich und beinhalten versteckte Laufzeiten von mehreren Jahren. Den richtigen Umgang damit erfahren Sie hier.

Achtung Kostenfalle Zentrales Gewerberegister

Hinterhältige Spam-Nachrichten gibt es nicht nur im E-Mail-Verkehr. Per Post werden Briefe von vermeintlichen Behörden verschickt, die zu unnötigen Zahlungen auffordern. Auch Vermieter von Monteurzimmern erhalten solche Nachrichten.

Abofallen für selbstständige Gewerbetreibende

Leider gibt es für Vermieter immer wieder üble Kostenfallen, in die sie tappen können. Wir warnen alle Vermieter ganz aktuell vor der Kostenfalle des Portals „Zentrales Gewerberegister“.

Dieses Portal versendet Schreiben mit dem Titel „Zentrales Gewerberegister zur Erfassung und Registrierung von selbstständigen Gewerbetreibenden bzw. zur Erfassung und Registrierung inkl. Umsatzsteueridentifikationsnummern“.

Der Ablauf ist folgender: Der Vermieter erhält einen Brief, der auf den ersten Blick echt und seriös wirkt. Sie werden aufgefordert bestimmte Angaben zu Ihrem Gewerbeunternehmen zu bestätigen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Im Text befindet sich unscheinbar der Satz „Der Veröffentlichungsbeitrag beträgt jährlich 393,88 Euro zzgl. MwSt.“. Das Schreiben sollen Sie anschließend per Post oder per Fax an die Firma zurücksenden.

Durch den vertrauenswürdigen Eindruck des Schreibens fallen viele Vermieter auf diesen Trick herein. Der Name „Zentrales Gewerberegister zur Erfassung und Registrierung“ und die Gestaltung des Formulars vermitteln Seriosität. Zusätzlich erinnern die Platzierung eines Wappens und eines Strichcodes sowie die Schriftart an ein Dokument, was von einer Behörde verfasst wurde.

Um vom Kleingedruckten des Schreibens abzulenken, beginnt der Text mit nüchternen steuerrechtlichen Ausführungen. Im Kleingedruckten befinden sich erst die wirklichen Vertragsbedingungen.

Die Veröffentlichung der Gewerbedaten gegen die Zahlung eines jährlichen Betrags in Höhe von 393,88 Euro plus Mehrwertsteuer. Hinzu kommt, dass die AGB eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren vorschreiben - somit belaufen sich die Kosten auf insgesamt 949,34 Euro brutto.

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Wie komme ich aus einer Abofalle?

Es handelt sich bei diesem Schreiben um eine Abofalle, die Gewerbetreibende zu einem Abschluss eines teuren Abonnement-Vertrags führen soll. Wird das Formular ausgefüllt, unterschrieben und zurückgesendet, folgt als nächstes eine Rechnung. In der Rechnung wird gleich bei Ablauf der Zahlungsfrist mit der Einleitung eines Mahnverfahrens gedroht.

Nicht auf solch einen Brief antworten und unbedingt das Kleingedruckte lesen.

Empfehlenswert ist ein offensives Vorgehen durch Hinzuziehen eines Anwalts. Dieser kann Ihnen helfen eine einstweilige Verfügung zu erwirken, dass Sie keine Schreiben mehr erhalten.

Für den Fall, dass Sie das Schreiben unterschrieben zurückgesendet haben und nun Rechnungen bzw. Mahnungen erhalten: Ein Anwalt kann geltend gemachte Forderungen durch eine negative Feststellungsklage abwehren.

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